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ParlamentswahlenHochrechnung: Sozialdemokraten liegen in Rumänien in Führung

Noch sind nach der der Parlamentswahlen in Rumänien nicht alle Stimmen ausgezählt, doch Wahlprognosen sehen die oppositionellen Sozialdemokraten klar in Führung. 07.12.2020 - 12:20 Uhr Artikel anhören

Angesichts der Corona-Pandemie fiel die Wahlbeteiligung in dem osteuropäischen Land auf ein Rekordtief.

Foto: dpa

Bukarest. Bei der Parlamentswahl in Rumänien liegen die oppositionellen Sozialdemokraten (PSD) im Abgeordnetenhaus mit 29,39 Prozent klar in Führung, gefolgt von der bürgerlichen Regierungspartei PNL mit 24,24 Prozent. Das teilte das Zentrale Wahlbüro in Bukarest am Montag nach Auszählung der Stimmen in 62,54 Prozent der Wahllokale mit.

Auf Platz drei kam demnach das öko-liberale Parteienbündnis USR-Plus mit 15,4 Prozent. PNL und USR erwägen eine Regierungskoalition. Überraschend schaffte mit 8,2 Prozent die ultra-nationalistische, antiwestliche Partei AUR (Alianta pentru Unirea Romanilor - Allianz für die Vereinigung der Rumänen) den Sprung ins Parlament. Die AUR war erst im vergangenen Jahr gegründet worden. Vertreten ist im Parlament zudem die Ungarn-Partei UDMR mit 7,4 Prozent. Ähnlich lag der Stimmenanteil bei der Wahl für den Senat (obere Parlamentskammer).

„Die Rumänen haben gezeigt, dass es einen Wandel braucht”, sagte Marcel Ciolacu, der Führer der sozialdemokratischen Partei. Die Sozialdemokraten hatten das Krisenmanagement von Premierminister Ludovic Orban im Wahlkampf scharf kritisiert.

Trotz des erwarteten Wahlsiegs der PSD könnte Premierminister Orban aber im Amt bleiben. Denn den Sozialdemokraten dürfte es schwierig fallen, einen Koalitionspartner zu finden. Zugleich hat Staatspräsdent Klaus Iohannis, der den Premier nominiert, bereits durchblicken lassen, dass er die Liberalen bevorzugt. „Orban hat die besten Chancen, seinen Posten als Premierminister zu behalten”, sagte der Politikwissenschafter Christian Pirvulescu der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Aber für den Schwung für Reformen wird das ein deutlicher Rückschlag sein”.

Angesichts der Corona-Pandemie war die Wahlbeteiligung in Rumänien auf ein Rekordtief gefallen.

dpa, Bloo
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