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Präsidentenwahl in EcuadorNoboa und linke Kontrahentin gehen in die Stichwahl

Ecuador steckt in einer Sicherheits- und Verfassungskrise. Der Sohn eines millionenschweren Bananen-Tycoons regiert seit eineinhalb Jahren – jetzt will er sich Amt bestätigen lassen. 10.02.2025 - 09:36 Uhr Artikel anhören
Ecuadors Präsident Daniel Noboa, der sich zur Wiederwahl stellt, gibt seine Stimme bei den Präsidentschaftswahlen ab. Foto: Cesar Munoz/AP/dpa

Quito. Amtsinhaber Daniel Noboa und die Herausforderin Luisa González ziehen in die zweite Runde der Präsidentenwahl in Ecuador ein. Der liberalkonservative Staatschef kam nach Auszählung von knapp 91 Prozent der Stimmen auf rund 44,3 Prozent, wie das Wahlamt in der Nacht (Ortszeit) mitteilte. Die Linkspolitikerin González aus dem Lager von Ex-Präsident Rafael Correa erhielt demnach gut 43,8 Prozent. Die beiden Bestplatzierten aus insgesamt 16 Kandidaten treffen am 13. April in einer Stichwahl aufeinander.

Der künftige Staatschef oder die künftige Staatschefin stehen vor enormen Herausforderungen: Das einst sichere Land war zuletzt in die Gewalt abgerutscht. Mächtige Drogenbanden machen sich in Ecuador breit, über die Pazifikhäfen werden große Mengen Kokain vor allem nach Europa und Asien geschmuggelt. Präsident Noboa erklärte den Ausnahmezustand und schickte die Streitkräfte in den Kampf gegen die Gangs.

Zudem steckt das südamerikanische Land in einer Verfassungskrise. Präsident Noboa ließ sich für den Wahlkampf nicht beurlauben, wie es eigentlich von der Verfassung vorgesehen ist. Damit soll vermieden werden, dass Amtsinhaber staatliche Mittel für ihre Kampagne missbrauchen. Rechtsexperten zufolge hätte Noboa die Regierungsgeschäfte vor der Wahl an seine Vizepräsidentin Verónica Abad übergeben müssen, mit der er allerdings über Kreuz liegt.

Der Sohn eines reichen Bananen-Unternehmers war im Oktober 2023 zum Präsidenten gewählt worden, nachdem dessen Vorgänger Guillermo Lasso nach zwei Jahren im Amt das Parlament aufgelöst und vorgezogene Neuwahlen angesetzt hatte. Da Noboa lediglich die reguläre Amtszeit von Lasso zu Ende führte, standen jetzt nach nur eineinhalb Jahren erneut Wahlen an.

dpa
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