Ukraine-Krieg: Entspannung im Getreidestreit: Warum der Weizenpreis dennoch steigen wird
Wird bald wieder ukrainisches Getreide über das Schwarze Meer auf die Weltmärkte kommen?
Foto: dpaWien. Vergangene Woche gab es in Istanbul einen Sitzungsmarathon, nun gehen die Weizenverhandlungen in die zweite Runde. Offenbar rückt ein Durchbruch näher: In dieser Woche wollen sich die Ukraine und Russland erneut treffen, um eine endgültige Einigung über den Abtransport von ukrainischem Getreide auf die Weltmeere zu erzielen. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell verbreitete Montagmorgen bereits Optimismus, dennoch warnte er: „Das ist kein diplomatisches Spiel, von dieser Einigung hängen Zehntausende Menschenleben ab.“
Man sei „einen entscheidenden Schritt vorangekommen“, hatte UN-Generalsekretär Antonio Guterres bereits vergangene Woche nach Gesprächen in Istanbul gesagt. Dort saßen russische und ukrainische Militärs gemeinsam mit Vermittlern der Türkei und der Uno am Verhandlungstisch.
Alex Lissitsa, Chef des an der Börse von Warschau notierten ukrainischen Agrarkonzerns IMC, zeigt sich angesichts dieser Signale „vorsichtig optimistisch“. Er habe die Ankündigung, wonach sich die Ukraine und Russland auf die Öffnung des Hafens von Odessa einigen könnten, zuerst für eine PR-Aktion gehalten. Nun verfolge er den Fortgang der Gespräche mit Spannung.