Ukraine-Krieg: Russland startet heftigste Luftangriffe seit Kriegsbeginn
Wien. Russland hat am Freitagmorgen das Energiesystem der ganzen Ukraine mit 151 Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen bombardiert. Der staatliche Netzbetreiber Ukrenerho sprach vom größten Angriff seit Beginn der Invasion vor zwei Jahren. Gemessen an der Zahl abgefeuerter Flugkörper waren zwei Attacken zu Jahresbeginn zwar noch umfangreicher. Aber die jüngste war seit langem die schwerwiegendste.
Den Ukrainern gelang es zwar, die meisten Drohnen abzuschießen, aber nur knapp die Hälfte der übrigen Flugkörper. Eine so schlechte Rate hatten sie zuletzt vor eineinhalb Jahren. Die Flugkörper trafen Kraftwerke und Infrastruktur zur Verteilung des Stroms in verschiedenen Landesteilen.
Die frontnahe Metropole Charkiw erlebte am Morgen ein fast vollständiges Blackout. 700.000 Menschen haben keinen Strom und teilweise auch kein Wasser. In Odessa und anderen Städten rationierten die Behörden den Strom, um das Netz zu stabilisieren. In der Ostukraine stecken wegen Stromausfällen 1000 Kumpel in Kohleschächten fest. Landesweit wurden mehrere Personen getötet.