Ukraine-Krieg: Schutzschild gegen Sanktionen – Wie China das russische Finanzsystem retten könnte
Hilft er Russland dabei die wirtschaftliche Krise abzufedern?
Foto: imago images/XinhuaDie chinesische Staatsführung hatte Sanktionen gegen Russland wiederholt verurteilt und als „illegal“ bezeichnet. Peking unterstütze weder die vom Westen gegen Russland verhängten Finanzsanktionen, noch werde es sich an deren Verhängung beteiligen, betonte Guo Shuqing, Vorsitzender der chinesischen Banken- und Versicherungsaufsichtsbehörde am Mittwoch. Man bemühe sich um „normale“ Handels- und Finanzbeziehungen sowohl zu Russland als auch zur Ukraine.
Bereits 2014 hatte Russland als Reaktion auf die Krimsanktionen Vorbereitungen getroffen, um die „Festung Russland“ unabhängiger vom Westen zu gestalten. Die Währungsreserven wurden massiv erhöht und diversifiziert, Goldvorräte ausgebaut, die wirtschaftlichen Beziehungen zu China gestärkt.
Experten wie Mikko Huotari, Chef des Berliner China-Thinktanks Merics, gehen davon aus, dass China nicht offen gegen Sanktionen verstoßen werde. Dennoch sei China bereit, „einen gewissen Preis zu zahlen“. Die Frage sei, ob der Westen seine Strafmaßnahmen weiter eskaliere, sollte China die Sanktionsfolgen für Russland abfedern.