Unbekanntere Innovationszentren im Fokus: Einhörner und Millionen-Förderung: Südkoreas Hauptstadt wird zur asiatischen Start-up-Hochburg
Die meisten Start-ups des Landes sind in der Hauptstadt angesiedelt.
Foto: IMAGO/YAY ImagesTokio. „German Startup Night“ flimmert über Displays in einem Saal in Südkoreas Hauptstadt Seoul. Vorn auf der Bühne steht Mabel Fu, Programmdirektorin für Japan und Korea des German Accelerator in Asien, und stellt die sieben aus Deutschland eingereisten Jungunternehmer vor.
Fu leitet von Singapur aus die Aktivitäten des vom Bundeswirtschaftsministerium finanzierten Start-up-Programms. Der Saal ist voll. 90 Gäste sind gekommen, Investoren, Vertreter von anderen privaten und staatlichen Start-up-Förderern, Regierungsstellen und koreanischen Großkonzernen. Es ist die erste größere Show dieser Art für deutsches Jungunternehmertum in der ostasiatischen Hightech-Nation. Fu sieht viel Potenzial in dem Land. „Seouls Szene entwickelt sich schnell und hat bereits viele Start-ups.“
Ein Blick auf die Zahlen unterstreicht den Aufstieg Seouls in der Welt des Wagniskapitals. Bisher dominierten Riesen wie Samsung Electronics und die Autogruppe Hyundai Motor das Image des Landes. Im aktuellen Standortranking des globalen Beraters Startup Genome ist Seoul jedoch zwischen 2020 und 2022 vom 18. auf den 10. Platz aufgestiegen. Entscheidend dafür ist auch ein von der koreanischen Regierung angetriebener Kulturwandel.