US-Präsident: Die Epstein-Affäre droht Donald Trump zu entgleiten
Washington. Unzählige Skandale hat Donald Trump in den vergangenen Jahrzehnten unbeschadet überstanden. Da wäre es eine Ironie des Schicksals, würde er ausgerechnet über eine Affäre stolpern, die er selbst befeuert hat.
In der Kontroverse um den Umgang mit den Akten des Investmentbankers und verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein ist der US-Präsident nun in den Fokus geraten – und bekommt zunehmend Druck von den eigenen Leuten aus der Maga-Bewegung („Make America Great Again“).
Inzwischen fordert sogar der Vorsitzende der Republikaner im Repräsentantenhaus, Mike Johnson, die Veröffentlichung der als geheim eingestuften Dokumente: „Wir müssen alles auf den Tisch legen und die Menschen entscheiden lassen.“ Das aber will die US-Regierung unbedingt verhindern.
Verwunderlich ist das deshalb, weil Trump und sein Team den Demokraten lange vorgeworfen haben, darin pikante Details zu verstecken. Unter anderem geht es um Epsteins „Kundenliste“, von der Justizministerin Pam Bondi zunächst öffentlich erzählt hatte, deren Existenz sie nun aber leugnet.
Die Liste soll Namen derer enthalten, die an den Sexpartys und Reisen auf die Privatinsel des Unternehmers teilgenommen haben. Neben dem britischen Prinzen Andrew soll auch Ex-Präsident und Demokrat Bill Clinton enge Kontakte zu Epstein gepflegt und dessen Privatjet benutzt haben.