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Ben CarsonTrumps einziger schwarzer Wunschkandidat sagt „no“

Erst waren sie Rivalen, dann enge Gefährten: Ben Carson hat zuletzt als Berater bei Trump gedient, der ihn nun zum Gesundheitsminister machen will. Doch Carson lehnt ab. Seine Begründung würde auch auf Trump zutreffen. 15.11.2016 - 23:21 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Der ehemalige Nominierungskandidat der Republikaner, Dr. Ben Carson, vor der letzten Debatte zwischen Donald Trump und Hillary Clinton. Carson lehnte einen Kabinettsposten bei Trump am Dienstag ab.

Foto: AFP

Washington. Der Republikaner Ben Carson hat sich gegen einen Posten im Kabinett des künftigen US-Präsidenten Donald Trump entschieden. Damit hat der einzige Schwarze in Trumps Wunschkabinett auf einen Regierungsposten verzichtet.

Carson, ein früherer Neurochirurg, war als Gesundheitsminister gehandelt worden. Er sei aber überzeugt, dass das nicht der beste Weg für ihn sei, dem gewählten Präsidenten Trump zu dienen, sagte Carsons Sprecher Armstrong Williams am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Als Argument habe er fehlende Regierungserfahrung genannt.

Im Wahlkampf war Carson ein enger Berater Trumps. Das wolle Carson auch bleiben, sagte sein Sprecher, "und ein Freund". Statt Carson wurde einem Medienbericht zufolge der Abgeordnete Tom Price aus Georgia für den Ministerposten ins Gespräch gebracht. Er gehört - wie Trump - zu den großen Kritikern von Barack Obamas Gesundheitsreform.

Eine weitere Personalie gab es bei den Republikanern: Ungeachtet seiner Vorbehalte gegen den künftigen US-Präsidenten Donald Trump wollen die Republikaner Paul Ryan als Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus behalten. Bei einer Abstimmung hinter geschlossenen Türen wurde der 46-Jährige von den Abgeordneten seiner Partei einstimmig bestätigt, wie die Republikaner-Fraktion am Dienstag in Washington mitteilte. Die formale Wahl findet nach dem 3. Januar statt.

"Es ist eine große Ehre, dass ich von meinen Kollegen zum Mehrheitsführer bestimmt wurde", schrieb Ryan nach der Abstimmung im Internet-Kurznachrichtendienst Twitter. "Es ist an der Zeit, mutig voranzugehen." Ryan war im Wahlkampf auf Distanz zu Trump gegangen, womit er sich den Unmut seiner Parteikollegen zugezogen hatte. Unter anderem kritisierte er heftig sexistische Äußerungen des populistischen Milliardärs. Trotzdem wurde er nun einstimmig bestätigt.

Die Republikaner haben in dieser Kongress-Kammer und in der zweiten Kammer, dem Senat, die Mehrheit.

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rtr, afp
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