US-Wahlkampf: Medienberichte über Rückzugsgedanken von Joe Biden
Düsseldorf. US-Präsident Joe Biden denkt nach Informationen der „New York Times“ darüber nach, aus dem Wahlkampf gegen Donald Trump auszusteigen. Dem Bericht der renommierten Zeitung zufolge habe Biden sich an einen engen Vertrauten gewandt: Falls er die Öffentlichkeit nicht bald überzeuge, dass er für die Präsidentschaft fit genug ist, könne er seine Kandidatur nicht mehr retten. Auch der Fernsehsender „CNN“ berichtet mittlerweile über solche eine Aussage des Präsidenten.
Das Weiße Haus hat die Berichte direkt nach Veröffentlichung als „absolut falsch" dementiert. „Wenn uns die New York Times mehr als sieben Minuten Zeit gegeben hätte, das zu kommentieren, hätten wir ihnen das auch so gesagt.“
Die Auftritte in den kommende Tagen sollen über die Zukunft der Biden-Kandidatur entscheiden, habe der namentlich nicht genannte Vertraute der New York Times gesagt. Am Freitag ist ein wichtiges Interview mit dem Sender ABC geplant, danach folgen Wahlkampfauftritte in Pennsylvania und Wisconsin.
Bidens Stabschef Jeff Zients reagierte auf die laute öffentliche Kritik mit einem Krisenmeeting. Der US-Sender MSNBC und andere berichteten, Zients habe in einer Telefonschalte mit mehr als 500 Teilnehmern eingeräumt, dass die vergangenen Tage eine Herausforderung gewesen seien. Sie sollten den „Lärm“ um Biden ausblenden und sich auf die Regierungsarbeit konzentrieren.