US-Zölle: EU kündigt Zölle auf US-Importe wie Whiskey und Rindfleisch an
Brüssel. Die Europäische Union will auf die an diesem Mittwoch in Kraft getretenen Stahl- und Aluminiumzölle der USA mit Gegenzöllen reagieren. Das teilte die EU-Kommission am Mittwochmorgen mit. Zunächst sollen Aufschläge von 50 Prozent auf die Einfuhr von US-Produkten wie Whiskey und Harley-Davidson-Motorrädern fällig werden, wie das Handelsblatt bereits im Februar berichtete.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte, die Kommission bedauere Donald Trumps Entscheidung zutiefst. „Zölle sind Steuern“, sagte sie. „Sie sind schlecht für Unternehmen und noch schlechter für Verbraucher.“ Die von der EU angekündigten Gegenzölle bezeichnete sie als „stark und verhältnismäßig“.
Nach Angaben der Kommission betreffen die geplanten Gegenmaßnahmen US-Exporte im Wert von 26 Milliarden Euro. Von einem ähnlichen Betrag geht man aus, der EU-Waren betrifft, die nun den neuen US-Zöllen unterliegen. Bei ihrer Antwort will die EU-Kommission in zwei Schritten vorgehen.
Diese Zölle plant die EU
Erster Schritt: Ab dem 1. April erhebt die EU Extrazölle auf den Import amerikanischer Produkte wie Whiskey, Motorräder und Jeans. Dabei handelt es sich um die gleichen Gegenmaßnahmen, mit denen die EU bereits 2018 während Donald Trumps erster Amtszeit als US-Präsident auf amerikanische Zölle reagiert hatte. Sie wurden während der Präsidentschaft von Joe Biden ausgesetzt und werden nun reaktiviert.