USA: Trump verschiebt Zölle nach Telefonaten mit Sheinbaum und Trudeau
Mexiko-Stadt, Washington, Düsseldorf. Das Telefonat dauerte eine gute halbe Stunde. Irgendwann soll Donald Trump seiner mexikanischen Amtskollegin eine Frage gestellt haben: Wie lange wollen wir aussetzen? Die Antwort von Claudia Sheinbaum: „Einen Monat.“ So schildern es Personen aus Mexikos Regierung, die den Inhalt des Gesprächs kennen.
Mexiko hat im Streit um Handelsbarrieren Zeit gewonnen. Die ursprünglich ab Dienstag geplanten US-Zölle auf Einfuhren aus dem südlichen Nachbarland werden zunächst um einen Monat verschoben. Das gaben der US-Präsident und Sheinbaum übereinstimmend bekannt.
China reagiert mit Gegenzöllen
Eine ganz andere Reaktion in Asien: Als Antwort auf die von Trump angeordneten Zölle auf Einfuhren aus China hat die Volksrepublik mit Gegenzöllen reagiert. Wie das Finanzministerium am Dienstag in Peking mitteilte, sollen Zusatzzölle in Höhe von 15 Prozent auf Kohle und verflüssigtes Erdgas aus den USA erhoben werden. Für Öl und landwirtschaftliche Maschinen soll demnach ein Zusatzzoll von zehn Prozent gelten. Die Gegenzölle Chinas sollten am 10. Februar in Kraft treten, kündigte das Finanzministerium an.