Volkskongress: China will trotz US-Zöllen um rund fünf Prozent wachsen
Peking. Es ist ein Ritual, das die Einheit von Partei, Staat und Volk symbolisieren soll: Tausende Delegierte klatschen rhythmisch in die Hände, als Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping an diesem Mittwochmorgen das „Auditorium der zehntausend Menschen“ in der großen Halle des Volkes in Peking betritt. Der Musikkorps der Volksbefreiungsarmee spielt den „Willkommensmarsch“, es folgen die anderen Mitglieder des Ständigen Ausschusses des Politbüros, der engsten Führungsriege um Xi, mit Li Qiang an der Spitze.
Dann gehört die Bühne dem Premierminister, der die wirtschaftliche Entwicklung verantwortet. Li Qiang verbeugt sich kurz vor den Delegierten und Xi, bevor er den Arbeitsbericht der Regierung vorträgt, während Xi in der Mitte der Bühne präsidiert, keine Miene verzieht und ab und an am Tee nippt.
Es ist ein Manifest der Kontinuität: Chinas Staatsführung schlägt für 2025 erneut ein Wachstumsziel von „rund fünf Prozent“ vor, so wie im vergangenen Jahr. Damit will die Führung trotz des Handelskriegs mit den USA und der anhaltenden Immobilienkrise Stabilität signalisieren.