Wesley Clark im Interview: Vier-Sterne-General: „Russland verliert derzeit und wird weiter verlieren“
Die ukrainischen Truppen haben zuletzt große Geländegewinne erzielt.
Foto: APNew York. Der langjährige US-General Wesley Clark fordert Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auf, härtere Forderungen an den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu stellen und mehr Waffen in die Ukraine zu liefern.
Dass Scholz zu Verhandlungen mit Moskau aufrufe, sei in Ordnung, „solange wir nicht mit der Idee hineingehen, dass der einzige Zweck darin besteht, die Kämpfe zu stoppen“, sagte Clark dem Handelsblatt. „Das ist nicht die richtige Basis für den Beginn der Verhandlungen. Absolut nicht.“
Der Westen müsse Appelle an Putin, auch als Energielieferant zuverlässig zu sein, stoppen. Das sehe Putin nur „als Bestätigung seiner Macht“.
Clark, der 1999 die Nato-Streitkräfte im Kosovo befehligte, ist überzeugt, dass Russland keine Chance hat, den Krieg in der Ukraine zu gewinnen. „Russland verliert derzeit und wird weiter verlieren“, sagt er.
Das auch, weil Putin international weitgehend isoliert dastehe. Dass China Moskau auf Dauer unterstütze, sieht Clark nicht: „China profitiert mehr von Russlands Scheitern als von Russlands Erfolg.“