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WirecardProzessauftakt gegen Marsaleks mutmaßliche Russlandspione

Die Behörden werfen sechs Bulgaren vor, unter Leitung des flüchtigen Ex-Wirecard-Vorstands für Russland spioniert und Entführungen geplant zu haben. Am Dienstag beginnt in London der Prozess.René Bender, Lars-Marten Nagel, Michael Verfürden 25.11.2024 - 15:44 Uhr Artikel anhören
Fahndungsaufruf nach Jan Marsalek im Jahr 2020: Bis heute ist es der Justiz nicht gelungen, den ehemaligen Vorstand von Wirecard festzunehmen. Foto: dpa

Düsseldorf, Berlin. Am Hochsicherheitsgericht Old Bailey in London beginnt am Dienstag der vielleicht spektakulärste Spionageprozess des Jahres. Eine Gruppe Bulgaren muss sich verantworten, weil sie unter Anleitung des flüchtigen Ex-Wirecard-Vorstands Jan Marsalek für Russland spioniert haben sollen. Zu Prozessbeginn wird die Anklage der Staatsanwaltschaft, „Crown Prosecution Services“, erwartet. Im Anschluss soll bis in den Januar hinein verhandelt werden.

Fünf Beschuldigte hatten die britischen Behörden im Februar 2023 festgenommen, ein sechster kam ein Jahr später hinzu. Laut Anti-Terror-Fahndern sollen die vier Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 30 und 46 Jahren im Auftrag des russischen Staates mehrere Geheimdienstoperationen in Europa geplant und ausgeführt haben.

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