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Historische VideosDer Start von Bretton Woods und Nixons Rede

Vor 70 Jahren fanden sich die Weltmächte zusammen und etablierten das Bretton-Woods-System. Später löste Nixon im Alleingang die Dollar-Gold-Bindung auf. Im Netz finden sich dazu historische Videos.Steffen Daniel Meyer 22.07.2014 - 15:29 Uhr Artikel anhören

Das Video oben verbinden wohl nur wenige Wirtschaftsinteressierte mit dem Namen „Bretton Woods“ - doch bis zum 22. Juli 1944 war der Ort im US-amerikanischen New Hampshire fast ausschließlich bekannt für seine Freizeitaktivitäten als für seine politisch-wirtschaftliche Signifikanz. Noch heute wirbt das Mount Washington Resort mit Golf-Kursen, Kletterkursen und Schnee-Abenteuern statt mit seiner geschichtsträchtigen Konferenz.

Denn heute vor 70 Jahren wurde dort das Bretton-Woods-System etabliert, das wie kein internationales System zuvor oder danach die internationalen Finanzströme regulierte. Der Internationale Währungsfonds und die Weltbank wurden gegründet, die Idee einer International Clearing Union, wie sie Keynes hatte, jedoch verworfen.

Auf YouTube gibt es ein Video, das einen Original-Nachrichtenbeitrag zeigt, wie die Konferenz eröffnet wurde.

Das Bretton-Woods-System hielt fast 30 Jahre - bis der damalige US-Präsident Richard Nixon 1971 die Bindung des Dollars an Gold auflöste. Auch seine Rede von damals findet sich auf YouTube.

Doch obwohl die Konferenz schon sieben Jahrzehnte zurückliegt, haben sich nicht nur ihre Institutionen Weltbank und IWF, sondern auch die damaligen Ideen bis heute gehalten: Der Ex-Fed-Chef Paul Volcker etwa sprach sich erst im Juni für eine erneute Konferenz aus, auf der ein neues internationales Finanzsystem etabliert werden sollte.

Und der streitbare Ökonom Heiner Flassbeck schreibt auf seinem Blog zum 70. Jahrestag, „dass es nie mehr rechtzeitig eine demokratische Mehrheit für das geben wird, was wir dringender als jemals zuvor bräuchten: eine internationale Ordnung, die den Grundgedanken von Bretton Woods folgt.“

Im Kaufhaus der Weltwirtschaft

Bretton Woods: Unser Dollar, euer Problem

Der britische Ökonom und Wirtschaftsjournalist nahm das Jubiläum zum Anlass, um zu argumentieren, dass sich die Dollar-Dominanz dem Ende nähere. Er macht dies einerseits an der wirtschaftlichen Stärke der BRICS-Staaten fest, als auch an deren Vorhaben, eine eigene Entwicklungsbank zu gründen.

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Er wagt jedoch keine genaue Zeitangabe, schließlich ist der Dollar immer noch eindeutig Reservewährung Nummer Eins in der Welt. Und der IWF hat erst in Europas Schuldenkrise unter Beweis gestellt, dass er immer noch nicht ganz wegzudenken ist. Und wer sich zum Jahrestag noch einmal die Geschichte dieser immer noch mächtigen Institution in Erinnerung rufen möchte, dem sei dieses Video empfohlen.

Dass die Schwierigkeiten und Streitpunkte von damals auch noch heute aktuell sind, können Sie unserem Schwerpunkt „Bretton Woods: Unser Dollar, euer Problem“ entnehmen.

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