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KonjunkturWirtschaft der Euro-Zone schrumpft dritten Monat in Folge

Die Euro-Zone erlebt einen wirtschaftlichen Dämpfer. Grund dafür sind vor allem die Energiekrise und die Inflation. Experten rechnen mit einer Rezession. 23.09.2022 - 12:30 Uhr Artikel anhören

Besonders das Thema Energie und die steigenden Lebenshaltungskosten bereiten den Unternehmen große Sorgen.

Foto: dpa

Berlin. Energiekrise und Rekordinflation bremsen die Wirtschaft der Euro-Zone so stark aus wie seit über anderthalb Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft – Industrie und Dienstleister zusammen – fiel im September um 0,7 auf 48,2 Zähler, wie der Finanzdienstleister S&P Global am Freitag zu seiner Umfrage unter Tausenden Firmen mitteilte.

Dies ist der schlechteste Wert seit 20 Monaten und der dritte Rückgang in Folge. Damit liegt das Barometer zugleich merklich unter der Wachstumsschwelle von 50.

„Angesichts der sich verschlechternden Geschäftslage und des zunehmenden Preisdrucks infolge steigender Energiekosten ist mit einer Rezession in der Euro-Zone zu rechnen“, sagte S&P Global-Chefvolkswirt Chris Williamson. In vielen Euro-Ländern zeichnet sich ein merklicher Abschwung ab. „Deutschland hat es am schlimmsten erwischt, denn hier ging es mit der Wirtschaft - abgesehen von den Pandemie-Monaten – so rasant bergab wie seit der globalen Finanzkrise nicht mehr“, sagte Williamson.

Obwohl es Anzeichen für nachlassende Lieferkettenprobleme gibt, bereiteten das Thema Energie und die steigenden Lebenshaltungskosten den Unternehmen große Sorgen. „Beides beeinträchtigte nicht nur die Nachfrage, sondern sorgte bei einigen Firmen auch für eine eingeschränkte Industrieproduktion und Geschäftseinbußen im Servicesektor“, sagte der Chefvolkswirt.

Gleichzeitig habe der sprunghafte Anstieg der Energiekosten den Inflationsdruck wieder angefacht. „Für die Geldpolitiker wird es daher immer schwieriger, die Inflation zu bändigen und gleichzeitig eine harte Landung der Wirtschaft zu vermeiden“, sagte Williamson mit Blick auf die Europäische Zentralbank (EZB), die ihre Zinsen zuletzt zweimal in Folge angehoben hat.

Führende Währungshüter wie EZB-Direktorin Isabel Schnabel haben zuletzt betont, trotz des drohenden Abschwungs die Zinsen weiter anzuheben. Das macht Kredite für Investitionen und Konsum teurer, was die Konjunktur weiter belasten dürfte.

rtr
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