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Ifo-BeschäftigungsbarometerUnternehmen wollen etwas weniger neu einstellen – doch Fachkräfte bleiben weiter gefragt

Größere personelle Expansionspläne gibt es aktuell nur bei Dienstleistern. In Industrie, Handel und Bauwirtschaft ist die Beschäftigungsdynamik eher verhalten.Frank Specht 23.02.2023 - 18:00 Uhr Artikel anhören

Insgesamt hat die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen in Deutschland im Februar aber leicht nachgelassen.

Foto: dpa

Berlin. Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen in Deutschland ist im Februar leicht gesunken. Das Ifo-Beschäftigungsbarometer gab leicht auf 99,4 Zähler nach – nach 100,1 Punkten im Januar. „Angesichts des Fachkräftemangels ist jedoch zu erwarten, dass Unternehmen in vielen Branchen weiterhin auf Personalsuche bleiben.“

Nach Ansicht vieler Experten hat sich der Arbeitsmarkt schon lange stark von der Konjunkturentwicklung abgekoppelt. Auch in konjunkturellen Schwächephasen halten die Unternehmen ihr Personal oder stocken sogar auf in der Sorge, sonst irgendwann keine Fachkräfte mehr zu finden.

Aktuell zeigt sich eine umgekehrte Tendenz, wenn auch nur als monatliche Momentaufnahme. Obwohl das Ifo-Geschäftsklima im Februar den vierten Monat in Folge gestiegen ist und sich die Stimmung in den Chefetagen aufgehellt hat, sind die Personalabteilungen etwas zurückhaltender als im Januar.

Hier könnte die schwierige Lage in energieintensiven Branchen wie der Chemie eine Rolle spielen, schreibt das Münchener Ifo-Institut, welches das Beschäftigungsbarometer monatlich exklusiv für das Handelsblatt berechnet. Der Indikator basiert auf den Personalplanungen von rund 9000 Unternehmen.

Insgesamt sind die Beschäftigungsabsichten im Verarbeitenden Gewerbe zurückhaltender geworden. Die Zahl der Unternehmen, die Neueinstellungen planen, übersteigt nur noch knapp die Zahl der Firmen, die Personal abbauen wollen. Laut Wohlrabe wird vor allem im Maschinenbau und in der Elektroindustrie weiterhin eingestellt.

Dienstleister stellen weiter stark ein

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Als Beschäftigungsmotor erweist sich weiter der Dienstleistungssektor, auch wenn die Einstellungsbereitschaft hier ebenfalls leicht nachgelassen hat. Ausgenommen seien hier aber der Tourismus und das Gastgewerbe, wo vermehrt neue Stellenanzeigen geschaltet würden, schreibt das Ifo-Institut.

Im Handel ist die Beschäftigungsdynamik weiter gering. Und auf dem Bau, wo die Geschäftserwartungen von Pessimismus geprägt sind, wollen aktuell wieder mehr Firmen die Belegschaften verkleinern.

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