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KonsumVor Beginn des Weihnachtsgeschäfts: Verbraucherstimmung verbessert sich leicht

Die Konsumlaune der Verbraucher ist erstmals nicht weiter gesunken. Dennoch verharrt sie auf einem historisch niedrigen Niveau, doch die Händler hoffen auf Angebotstage. 27.10.2022 - 08:25 Uhr Artikel anhören

Pünktlich zum Beginn des Weihnachtsgeschäfts sinkt die Konsumstimmung der Deutschen nicht weiter.

Foto: dpa

Berlin. Die von hohen Preisen getrübte Konsumlaune in Deutschland hat sich stabilisiert – rechtzeitig vor der Weihnachtssaison. „Nach einer längeren Phase mit zum Teil starken Rückgängen hat sich die Stimmung im Oktober wieder etwas beruhigt“, erklärten die Nürnberger GfK-Marktforscher am Donnerstag. Sie sagen auf Basis ihrer Umfrage unter rund 2000 Verbrauchern für November einen Anstieg des Konsumklimas um 0,9 Zähler auf minus 41,9 Punkte voraus.

Das dürfte insbesondere Einzelhändler freuen, die Ende November mit den ursprünglich amerikanischen Angebotstagen „Black Friday“ und „Cyber Monday“ auf möglichst umsatzträchtige Verkaufstage im Weihnachtshandel hoffen.

Von Reuters befragte Experten hatten damit gerechnet, dass sich die seit Monaten immer trübere Stimmung nun etwas fangen würde. Doch ist es laut GfK-Experte Rolf Bürkl zu früh, von einer Trendwende zu sprechen: „Solange die Inflation hoch bleibt und Zweifel an einer uneingeschränkten Energieversorgung bestehen, wird sich das Konsumklima nicht spürbar und nachhaltig erholen können.“

Nach dem Absturz im Vormonat auf ein historisches Rekordtief verbesserte sich die Einkommenserwartung im Oktober leicht. Mit einem Plus von 7,2 Punkten wurde allerdings nur ein Bruchteil der Vormonatsverluste wettgemacht: „Explodierende Energie- und Lebensmittelpreise vermindern die Kaufkraft der Einkommen der privaten Haushalte und sorgen für den anhaltenden Einkommenspessimismus.“

Nachdem die Bereitschaft zum Kauf teurer Konsumgüter wie etwa Möbel, Computer oder Fernseher acht Monate in Folge Einbußen hinnehmen musste, legte sie nun wieder zu. Mit einem Plus von zwei Punkten erreicht das GfK-Teilbarometer für die Anschaffungsneigung minus 17,5 Punkte. Es liegt damit aber noch immer deutlich niedriger als während der Corona-Lockdowns in den vergangenen beiden Jahren.

„Das Geld für Anschaffungen fehlt“

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Angesichts der stark gestiegenen Energiepreise müssen die Haushalte laut GfK-Experte Bürkl davon ausgehen, künftig wesentlich mehr finanzielle Mittel für das Heizen aufwenden zu müssen: „Dieses Geld fehlt damit für andere Anschaffungen und entsprechend wird die Konsumneigung auch in den kommenden Monaten niedrig bleiben.“

Die Konjunkturerwartung konnte im Oktober nicht zulegen. Der Indikator verlor 0,3 Zähler und sank damit auf minus 22,2 Punkte. „Die Verbraucher gehen davon aus, dass Deutschland in eine Rezession rutschen wird“, erklärte Bürkl. Diese Sorge wird auch in den Führungsetagen der Wirtschaft geteilt, wie am jüngst weiter gesunkenen Ifo-Geschäftsklimaindex abzulesen ist.

rtr
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