Russland: Präsident Putin gehen im Wirtschaftskrieg nun die Optionen aus
Dem russischen Präsidenten gehen im Wirtschaftskrieg mit Europa die Optionen aus.
Foto: dpaBrüssel. Die Botschaft des russischen Präsidenten war kämpferisch, doch der Ton, mit dem er sie vortrug, leidenschaftslos. Es werde nicht gelingen, Russland zu isolieren, sagte Wladimir Putin am Mittwoch auf einem Wirtschaftsforum in Wladiwostok. Über das „Sanktionsfieber“ des Westens sprach er und „aggressive Versuche, anderen Ländern ein Verhaltensmodell aufzuzwingen, sie ihrer Souveränität zu berauben“.
Das Gegenteil werde geschehen, versicherte Putin seinen Zuhörern – Staatsgästen aus China, der Mongolei, Myanmar und anderen Ländern. Die „Stärkung unserer Souveränität“ sei „ein unweigerliches Ergebnis dessen, was gerade passiert“. Sein Land habe und werde durch den Krieg „nichts verlieren“, sagte Putin. Doch der emotionsarme Vortrag wirkte, als würden ihn Zweifel plagen.
Wladimir Putins Stopp der Gaslieferung durch Nord Stream 1 schockt nur kurzfristig
Die Entscheidung, die Ostseepipeline Nord Stream 1 nach angeblichen Wartungsarbeiten nicht wieder in Betrieb zu nehmen und alle direkten Gaslieferungen nach Deutschland auf unbestimmte Zeit einzustellen, hat die Energiemärkte nur kurzzeitig in Aufruhr versetzt. Nach einem deutlichen Anstieg zu Wochenbeginn fiel der Preis für europäisches Erdgas wieder, bevor er erneut geringfügig anzog.