Ukraine-Krieg: Aufklärer, Kamikaze, Waffenträger: So kämpfen Kreml und Kiew mit Drohnen
Berlin.
Das Fluggerät hat sich zum größten militärischen Exportschlager der Türkei entwickelt.
Foto: Anadolu Agency/Getty ImagesEs sind Bilder wie diese, die zeigen, wie effektiv der Einsatz von Drohnen im Ukraine-Krieg sein kann: Ein russischer Panzer steht, für Bodentruppen gut versteckt, in einer Bucht am Rande eines Weges außerhalb der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Die Kamera hält mehrere Sekunden drauf – bis es hell aufblitzt, der Panzer Feuer fängt und anschließend von einer Rauchsäule bedeckt wird.
Das Waffensystem, mit dem die Ukrainer den Panzer zerstörten, war ein maßgeblicher Grund, warum Russland daran scheiterte, Kiew einzunehmen: Kampfdrohnen. Allerdings verlieren die Drohnenangriffe in den vergangenen Monaten immer mehr an Effektivität. Der Grund: Russland hat seine elektronische Aufklärung verstärkt.
„Es scheint so, als ob Russland nicht gut vorbereitet war. Doch mittlerweile gibt es zahlreiche Berichte von zerstörten Drohnen“, sagte Militärexperte und Russlandkenner Michael Kofman dem Nachrichtenportal „Task & Purpose“. Zwar gelingt es der Ukraine wiederum mit Drohnen, hochtechnisierte Panzer, mit denen Russland die Aufklärung betreibt, zu zerstören.
Doch hat die Luftwaffe die Zahl der Drohnenangriffe, aufgrund der geringer werdenden Aussicht auf Erfolg, bereits auf 20 bis maximal 30 heruntergefahren. Hinzu kommt: Seit sich der Krieg fast ausschließlich in den Donbass verlagerte, spielt Russland seine Stärke mit Aufklärungsdrohnen aus. Das russische Militär nutzt sie, um ukrainische Stellungen ausfindig zu machen, um diese dann massiv mit Artillerie zu beschießen.