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Corona-PandemieModerna will zwischen 25 und 37 Dollar pro Impfstoff-Dosis verlangen

Der US-Konzern geht davon aus, dass er 2020 rund 20 Millionen Dosen des Impfstoffs produziert. Diese dürften jedoch ausschließlich für den US-Markt bestimmt sein. 22.11.2020 - 13:44 Uhr Artikel anhören

Die ersten Dosen dürften für den US-Markt bestimmt sein.

Foto: AFP

Düsseldorf. Der Pharmakonzern Moderna will für eine Dosis seines Covid-Impfstoffes von Regierungen zwischen 25 und 37 Dollar verlangen. „Das ist ein fairer Preis, wenn man bedenkt, wie hoch die Kosten für das Gesundheitssystem sind, wenn ein Mensch schwer an Covid-19 erkrankt“, sagte Konzernchef Stephane Bancel der „Welt am Sonntag“ laut Vorabbericht. „Es geht uns nicht um den maximalen Gewinn.“ Am Montag war aus EU-Kreisen verlautet, man wolle von Moderna Millionen von Dosen für einen Stückpreis von unter 25 Dollar kaufen.

Der US-Konzern geht davon aus, dass man noch im laufenden Jahr rund 20 Millionen Dosen des Impfstoffs produzieren kann. Diese dürften jedoch ausschließlich für den US-Markt bestimmt sein. Im kommenden Jahr will das amerikanische Unternehmen 500 Millionen bis eine Milliarde Einheiten produzieren.

Eine Woche nach der Mainzer Biotechfirma Biontech hatte in der vergangenen Woche auch der Konkurrent Moderna sehr gute Zwischenergebnisse für seinen Corona-Impfstoffkandidaten vorgelegt. Dieser basiert – ebenso wie der von Biontech – auf der neuartigen Messenger-RNA-Technologie (mRNA).

Das von Moderna in einer großen Studie getestete Vakzin zeigte demnach eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent – und damit womöglich sogar noch bessere Resultate als der Impfstoff von Biontech, der das Risiko an Covid-19 zu erkranken, laut Biontech um mehr als 90 Prozent reduziert.

Damit zeichnet sich ab, dass noch vor Jahresende zumindest in den USA mehrere Impfstoffe zur Verfügung stehen könnten, um erste Personengruppen gegen das Sars-CoV2-Virus zu impfen. Die Moderna-Daten wurden aus einer Teilauswertung der laufenden, mehr als 30.000 Teilnehmer umfassenden Studie abgeleitet.

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Von insgesamt 95 Infektionsfällen, die für die Zwischenauswertung analysiert wurden, entfielen nach Angaben von Moderna 90 auf Personen, die einen Scheinimpfstoff (Placebo) erhalten hatten, und nur fünf auf Studienteilnehmer, die tatsächlich den Impfstoff erhalten hatten. Ebenso wie schon die Biontech-Resultate übertreffen auch die Ergebnisse von Moderna frühere Erwartungen an potenzielle Covid-Impfstoffe deutlich.

EU-Kommissionschefin Ursula Von der Leyen hatte Ende vergangener Woche gesagt, dass die Impfstoffe der Firmen Biontec und Pfizer sowie von Moderna in der zweiten Dezemberhälfte eine bedingte Marktzulassung bekommen könnten – wenn alles problemlos weitergehe.

rtr, HB
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