Quantencomputer: Die Science-Fiction-Technologie von Google & Co.
Noch sind Quantencomputer wie von Google beschränkt einsatzfähig. Aber einige Ergebnisse von der neuen Computertechnologie sind vielversprechend. So konnte Google mit einem Quantencomputer ein wichtiges astrophysisches Experiment nachvollziehen.
Foto: HandelsblattSanta Barbara. Einer der kältesten Orte im Universum befindet sich in einem Labor im kalifornischen Santa Barbara. Zehn Millikelvin, etwas mehr als minus 273 Grad Celsius, erreicht eine Anlage in einem Forschungslabor von Google. Der Technologiekonzern arbeitet hier an Quantencomputern, und die müssen maximal gekühlt werden.
Google-Forscher Erik Lucero führt durch die Anlage, deutet auf einen Bereich beim Rechner: „Hier fließt die Kühlflüssigkeit ein.“ Die Leitungen führen zu einem Metallgerüst, was die Ausmaße eines kleinen Zimmers hat. In der Mitte hängt ein Gestell, das wie eine umgedrehte Torte aussieht. „Der kälteste Punkt ist an der Spitze“, sagt Lucero. Dort sitzt das Gehirn des Quantencomputers – der Prozessor.
Der schaffte kürzlich etwas Sensationelles. Zusammen mit Forschern von US-Spitzenhochschulen wie Harvard, Massachusetts Institute of Technology und California Institute of Technology simulierten Lucerio und sein Team ein Wurmloch.
Das kennt man sonst nur aus der Science-Fiction, wenn es um Zeitreisen oder Sprünge in weit entfernte Teile des Universums geht. Für Normalsterbliche kaum verständlich, geht es dabei für Physiker um die Krümmung der Raumzeit. Verbindet man zwei entfernte Punkte im Raum, entsteht ein Wurmloch.