Bilanzcheck: Das sind die Stärken und Schwächen der Deutschen Telekom – erklärt in acht Grafiken
Der Zusammenschluss in den USA hat den Umsatz erstmals auf 101 Milliarden Euro anschwellen lassen.
Foto: HandelsblattDüsseldorf. 2020 war ein Jahr der Rekorde für die Deutsche Telekom. Während weite Teile der globalen Wirtschaft von der Corona-Pandemie gelähmt waren, boten die Telekommunikationsnetze des Dax-Konzerns die zentrale Infrastruktur für eine Wirtschaft in Lockdown-Zeiten. Die Telekom war bei Kunden gefragt wie nie.
Doch das hatte auch einen Preis. Noch nie besaß die Deutsche Telekom so hohe Schulden wie im vergangenen Jahr. Gleichzeitig fällt Europa im Verhältnis zu den USA zurück. Die Telekom trägt zwar noch den Bezug zu ihrem Heimatland im Namen und hat ihre Zentrale in Bonn, aber das mit Abstand wichtigste Geschäft des Konzerns findet in den USA statt. Zudem offenbart ein wichtiger Geschäftsbereich in Europa deutliche Schwächen.
1. Strategie: Starker Fokus auf die USA
Mehr als zwei Jahre warb Telekom-Konzernchef Timotheus Höttges zusammen mit Topmanagern aus den USA und seinem Vorstandskollegen Thorsten Langheim dafür, in den USA den Rivalen Sprint übernehmen zu dürfen. Im April 2020 wurde die Fusion offiziell vollzogen. Damit reduzierte sich die Zahl der Mobilfunkunterfirmen in den USA von vier auf drei. Auf einen Schlag wuchs T-Mobile US zum zweitgrößten Netzbetreiber hinter Verizon und vor AT&T, gemessen an der Zahl der Kunden.