ChatGPT, Bing, Bard: So schaffen Microsoft und Google eine neue Wirklichkeit
Pioniere einer neuen Welt.
Foto: Bloomberg, AP, Getty Images [M]Redmond. Microsoft-Chef Satya Nadella gibt sich an diesem Februartag in der Konzernzentrale in Redmond angriffslustig. „Google ist ein 800 Pfund schwerer Gorilla“, sagt er. Der Konzern dominiere das Geschäft mit der Internetsuche. Aber dank Künstlicher Intelligenz (KI) werde Microsoft Google herausfordern. Er wolle, dass die Welt weiß: Er habe Google „zum Tanzen gebracht“. Dann grinst Nadella.
Meist überschütten die Chefs der größten Technologiekonzerne der Welt einander öffentlich nur mit Lob. Doch Nadella bricht mit dieser Tradition, indem er Google offen attackiert und sich selbst preist. Aber er hat auch einen Grund dafür mitgebracht: eine neue Version der Suchmaschine Bing, die in diesen Tagen weltweit ausgerollt wird. Dank KI soll sie besser als Google sein, jene Suchmaschine, die bisher, je nach Land, zu mehr als 90 Prozent das Suchgeschäft dominiert.
Mit dem gezielt lancierten Vorstoß will Nadella nicht nur einen Rivalen herausfordern, sondern auch die Struktur des Internets verändern. KI soll neue Möglichkeiten entwickeln, wie das digitale Wissen der Welt aufbereitet wird.