1. Startseite
  2. Technologie
  3. IT + Telekommunikation
  4. ChatGPT: So formulieren Sie bessere Prompts

ChatGPTSo formulieren Sie bessere Prompts

Viele Menschen setzen ChatGPT im Beruf und Privatleben ein. Mit gezielten Befehlen lässt sich die KI am besten nutzen. Die wichtigsten Fragen und Antworten.Hannah Krolle 19.06.2023 - 13:18 Uhr Artikel anhören

Der Chatbot versteht viele Fremdsprachen, aber auch Fachjargon, Umgangssprache und Dialekte. Die Maschine passt die Antwort der Sprache der Frage an.

Foto: Handelsblatt

Düsseldorf. Immer mehr Digitalfirmen integrieren den Sprachassistenten ChatGPT des Künstliche-Intelligenz-Start-ups OpenAI in ihr Geschäft. Die Onlinesuchmaschine Bing etwa erweiterte ihre Suchfunktion um GPT-4, die neueste Version des KI-Systems von OpenAI. Die Sprachlern-App Duolingo will mit GPT-4 das Lernen personalisieren und so vereinfachen.

Auch Privatpersonen nutzen die KI zunehmend im Alltag und im Beruf. Doch wie sollten die Fragen und Befehle an ChatGPT formuliert sein, damit die Maschine präzise Antworten und brauchbare Informationen liefert? Welche Merkmale sollten die Eingaben aufweisen? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was sind die Stärken und Schwächen der KI ChatGPT?

Grundsätzlich gilt: Weder Faktenrecherche noch logisches Denken sind die Stärken von ChatGPT. Experten warnen davor, die KI als Suchmaschine zu verwenden, unter anderem weil die Datenbasis, mit der ChatGPT trainiert wurde, nur bis 2021 zurückreicht.

Die Stärken des Modells bestehen vielmehr darin, bestehende Texte zu optimieren, etwa Berichte zusammenzufassen, Artikel zu korrigieren und E-Mails zu formulieren. ChatGPT ist auch in der Lage, kreative Texte zu schreiben, zum Beispiel Gedichte oder Kindergeschichten. Letztlich ist das, was das Sprachmodell erwidert, stark von der Eingabe abhängig, dem sogenannten Prompt.

ChatGPT: Was ist ein Prompt?

Der englische Begriff Prompt steht für eine Aufforderung an ChatGPT, über die Nutzerinnen mit der Maschine kommunizieren. Sie geben ihren Befehl in das Chatfenster ein, die KI analysiert ihn und generiert eine Antwort. Zwar greift die Maschine auf eine gigantische Menge an Daten zu, doch hängt es von der Eingabe ab, wie gut die Ergebnisse sind.

Was macht ein Prompt-Engineer?

Prompt-Engineers optimieren Aufforderungen an ChatGPT. Auf dem Arbeitsmarkt sind sie gefragter denn je. OpenAI-Gründer Sam Altman schrieb im Februar auf Twitter: „Einen großartigen Prompt für einen Chatbot zu schreiben, ist eine unglaublich hohe Fähigkeit und ein frühes Beispiel dafür, in natürlicher Sprache zu programmieren.“

Lesen Sie mehr zu Künstlicher Intelligenz

Laut dem US-Magazin „The Atlantic“ sei die Fähigkeit, mit der KI zu kommunizieren, der „wichtigste Jobskill des Jahrhunderts“. Das zeigt auch das Gehalt: Prompt-Engineers können mit einem Jahresgehalt von bis zu 300.000 US-Dollar rechnen.

Wie schreibe ich einen richtigen Prompt für die KI?

Je mehr Assoziationskontext und Hintergrundwissen die Maschine erhält, desto präziser fällt die Antwort aus. Die Aufforderung an ChatGPT sollte eindeutig formuliert sein und alle Informationen umfassen, die die Maschine zur Beantwortung der Frage benötigt. Dabei können Schlüsselwörter helfen.

Nutzer müssen nicht vor langen Formulierungen zurückschrecken: GPT-4 kann bis zu 25.000 Wörtern verarbeiten und ist in der Lage, differenzierte Themen zu behandeln. Grundsätzlich gilt: Wer einen Text mit vielen Informationen spickt, erhält Antworten zu der Vielzahl von Informationen. Wer Schlüsselwörter verwendet, erhält Antworten mit diesen Schlüsselwörtern.

Wie soll ich Fragen und Befehle formulieren?

Das System versteht viele Sprachen und passt seine Antworten darauf an. Das umfasst Fremdsprachen, Fachjargon, Umgangssprache und Dialekte. Die Antworten sind aber nur so gut wie die Daten, mit denen ChatGPT trainiert wurde. Je geringer die Datenbasis zu einem Thema und einer Sprache ist, desto eher müssen Nutzer mit Fehlern rechnen.

Wer etwa einen Befehl auf Bayerisch formuliert, wird eine bayerische Antwort erhalten. Ob das Bayerisch allerdings den Vorstellungen der Bayern entspricht, ist unklar. Schließlich greift die Maschine auf sämtliche bayerische Texte zu, stammen sie aus Hamburg, Berlin oder München.

Wie erhalte ich noch bessere Informationen?

Hat die Maschine die Frage des Nutzers nur teilweise beantwortet, kann er eine Folgefrage stellen. Der Inhalt der Ursprungsfrage muss dabei nicht wiederholt werden, ChatGPT baut die Antwort auf dem ersten Suchbefehl auf. Die Suchmaschine Bing hat die Rückfragen zunächst auf sechs beschränkt, auch wegen der möglichen Gefahr, die immer kleinteiligeren Antworten könnten Fehler aufweisen.

Vor einigen Monaten wurde die Zahl der erlaubten Fragen auf 15 erhöht, mittlerweile berichten einige Nutzer von 20 Rückfragen. Bei ChatGPT gibt es diese Beschränkung nicht.

Sind die Antworten nicht zufriedenstellend, haben Nutzer außerdem die Möglichkeit, die Sprache zu wechseln. Auf Englisch ist die Datenbasis wesentlich größer, damit dürften auch die Antworten präziser ausfallen.

Welche Antworten kann ich von der KI erwarten?

Oft wird berichtet, man sollte keine allgemeinen Fragen an ChatGPT stellen. Andere Anregungen sind auch, keine geschlossenen Fragen zu stellen, also auf die die Antworten nur „Ja“ oder „Nein“ lauten kann. Das stimmt nicht, denn ChatGPT wurde auf Grundlage eines großen Datensatzes trainiert und hat gelernt, ausführlich zu antworten. Gerade bei Nachfragen sind Details zu erwarten. Um die Antworten von ChatGPT zu illustrieren, folgen zwei Beispiele: ein Sachliches und ein Emotionales.

Präsentationen bei der Arbeit

Fragen Nutzer die Maschine beispielsweise: „Ist es sinnvoll, in Präsentationen Fragen an das Publikum zu stellen?“, antwortet die Maschine:

„Ja, es kann sehr sinnvoll sein, in Präsentationen Fragen an das Publikum zu stellen. Das Einbinden von Fragen kann verschiedene Vorteile haben:

  1. Interaktion und Engagement: Fragen ermöglichen eine direkte Interaktion mit dem Publikum und fördern dessen aktive Teilnahme an der Präsentation. Indem Sie Fragen stellen, ermutigen Sie die Zuhörer dazu, aktiv nachzudenken, sich einzubringen und sich mit dem präsentierten Inhalt auseinanderzusetzen. Dies erhöht das Engagement und die Aufmerksamkeit des Publikums.
  2. Einprägsamkeit: Durch das Stellen von Fragen schaffen Sie eine Art mentale Lücke im Denken der Zuhörer. Wenn Sie dann die Antwort oder Lösung präsentieren, schaffen Sie einen Aha-Moment, der das Gelernte besser im Gedächtnis verankert. Dies kann dazu beitragen, dass das Publikum sich besser an die präsentierten Informationen erinnert.
  3. Überprüfung des Verständnisses: Fragen können verwendet werden, um das Verständnis des Publikums zu überprüfen. Indem Sie gezielte Fragen stellen, können Sie feststellen, ob die Zuhörer den Inhalt richtig verstanden haben oder ob bestimmte Aspekte weiter erläutert werden müssen. Dies ermöglicht es Ihnen, Anpassungen vorzunehmen und sicherzustellen, dass Ihre Botschaft klar vermittelt wird.
  4. Einbeziehung verschiedener Perspektiven: Durch das Stellen offener Fragen können Sie das Publikum ermutigen, verschiedene Perspektiven und Ideen einzubringen. Dies kann zu einer angeregten Diskussion führen und unterschiedliche Standpunkte beleuchten. Es ermöglicht auch einen Wissensaustausch und fördert ein interaktives Lernumfeld.

Es ist wichtig, die Fragen gut zu planen und strategisch einzusetzen. Formulieren Sie klare und präzise Fragen, die den Inhalt der Präsentation unterstützen. Geben Sie dem Publikum ausreichend Zeit, um zu antworten, und fördern Sie eine offene und respektvolle Diskussion. Durch eine geschickte Verwendung von Fragen können Sie das Publikum aktiv einbinden und eine effektive Präsentation gestalten.“

ChatGPT ist in der Lage, lange Texte zu schreiben, die sich der persönlichen Lebenssituation von Menschen anpassen.

Foto: Moment/Getty Images

Gutenachtgeschichte für das Kind

ChatGPT ist auch in der Lage, lange Texte zu schreiben, die sich der persönlichen Lebenssituation von Menschen anpassen. Im Fall einer Kindergeschichte zum Beispiel sollte der Befehl den Inhalt der Geschichte, das Alter des Kindes, die Textgattung und Textlänge sowie den Sprachstil enthalten.

Die Aufforderung könnte lauten: „Schreibe eine Gutenachtgeschichte für mein sechsjähriges Kind zum Thema Fußball. Die Geschichte soll etwa 3000 Zeichen lang sein.“

Die Maschine antwortet:

„Es war einmal ein kleiner Junge namens Max, der leidenschaftlich gerne Fußball spielte. Sein Zimmer war voller Fußballposter, seine Schränke waren mit Fußballtrikots gefüllt, und sein größter Traum war es, eines Tages ein berühmter Fußballspieler zu werden.

Jeden Abend, bevor er ins Bett ging, träumte Max von spannenden Fußballabenteuern. Doch heute Nacht würde etwas Magisches geschehen. Als Max die Augen schloss, fand er sich plötzlich auf einem riesigen Fußballfeld wieder. Alles um ihn herum schien lebendig zu sein – die Grashalme, die Tore und sogar der Ball.

Max konnte sein Glück kaum fassen und begann sofort, den Ball zu kicken. Der Ball flog mühelos durch die Luft, und Max rannte ihm voller Begeisterung hinterher. Doch plötzlich hörte er eine Stimme, die aus dem Ball zu kommen schien. „Hallo Max!“, rief der Ball. „Ich bin Fußi, dein magischer Fußballfreund!“

Max konnte es kaum fassen. Er hatte einen sprechenden Fußball gefunden! Fußi erklärte Max, dass er mit ihm auf eine abenteuerliche Reise gehen wollte, um das Geheimnis des besten Fußballtricks aller Zeiten zu entdecken.

Gemeinsam machten sie sich auf den Weg und trafen auf dem Weg andere magische Fußballfiguren – den dribbelnden Zauberer, den springenden Kobold und den schießenden Riesen. Jeder von ihnen zeigte Max einen besonderen Trick und gab ihm wertvolle Tipps, wie er ein besserer Fußballspieler werden konnte.

Max übte fleißig und konnte immer mehr Tricks meistern. Er lernte, den Ball zu jonglieren, elegante Dribblings durchzuführen und präzise Pässe zu spielen. Jeder Trick brachte Max und Fußi dem Geheimnis des besten Fußballtricks aller Zeiten näher.

Schließlich erreichten sie das magische Stadion, wo die große Meisterschaft stattfinden sollte. Max war aufgeregt und nervös zugleich. Doch dank seiner harten Arbeit und all der Tricks, die er gelernt hatte, fühlte er sich bereit.

Das Spiel begann, und Max zeigte sein ganzes Können. Er dribbelte um die gegnerischen Spieler herum, schoss präzise Tore und spielte brillante Pässe. Das Publikum war begeistert von seinen Fähigkeiten, und Max spürte, wie sich sein großer Traum zu erfüllen begann.

Am Ende des Spiels wurde Max zum wertvollsten Spieler des Turniers gekürt. Er erhielt einen Pokal und wurde von seinen Mitspielern gefeiert. Doch das Wichtigste war, dass Max während dieser magischen Reise gelernt hatte, dass Fußball mehr als nur Tore schießen war. Es ging darum, Freundschaften zu schließen, hart zu arbeiten und niemals aufzugeben.

Verwandte Themen
ChatGPT
OpenAI
Künstliche Intelligenz
SAP
Berlin
Software

Als Max am nächsten Morgen aufwachte, fragte er sich, ob all das nur ein Traum gewesen war. Doch als er in den Spiegel sah, bemerkte er einen kleinen magischen Fußballaufkleber auf seiner Stirn.“

Erstpublikation: 25.05.2023, 15:16 Uhr.

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt