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CoronavirusDie Deutsche Telekom verschiebt ihre Hauptversammlung

Wegen des Ausbruchs des Coronavirus sagt der Bonner Konzern sein Aktionärstreffen ab. Die Auszahlung der Dividende wird sich dadurch verzögern.Stephan Scheuer und Dieter Fockenbrock 16.03.2020 - 17:53 Uhr aktualisiert

Das für den 26. März geplante Treffen wird verschoben.

Foto: dpa

Düsseldorf. Erst Daimler und Continental, jetzt die Deutsche Telekom: Kurz nachdem bereits zwei große deutsche Unternehmen ihre Hauptversammlung abgesagt haben, zieht nun der Bonner Konzern nach.

Das eigentlich für den 26. März angesetzte Aktionärstreffen von Europas größtem Telekommunikationskonzern wird wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus verschoben. Das habe der Vorstand beschlossen, wie die Telekom am Montag via Ad-hoc-Mitteilung bekanntgab.

„Damit leistet die Deutsche Telekom im Rahmen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung einen Beitrag“, hieß es weiter. Durch den Schritt wird sich die Auszahlung der Dividende verzögern. Die Telekom hatte bislang geplant, 60 Cent je Aktie ausschütten zu wollen.

Die Telekom legte sich noch nicht auf ein neues Datum für die Hauptversammlung fest. Der Konzern teilte weiter mit: „Die Hauptversammlung soll auf einen neuen Termin innerhalb der aktienrechtlich vorgesehenen Frist von acht Monaten des aktuellen Geschäftsjahres angesetzt werden.“

Das Unternehmen hat sich die Verschiebung seiner Hauptversammlung nicht leichtgemacht. Innerhalb der Telekom war seit Wochen über den richtigen Umgang mit dem Ausbruch des Virus und den Konsequenzen für die Hauptversammlung beraten worden.

In einem Brief hatten sich am Freitag Konzernchef Timotheus Höttges und Aufsichtsratschef Ulrich Lehner direkt an die Aktionäre gewandt und gesagt, die Hauptversammlung werde zwar stattfinden, aber Anleger sollte möglichst nicht persönlich teilnehmen. „Wir bitten Sie daher dringend, auf eine Teilnahme vor Ort zu verzichten“, schrieben Höttges und Lehner.

Aktionäre sollen ihre Stimme besser per Online- oder Briefwahl abgeben. Der gesamte Ablauf der Veranstaltung werde zudem live im Internet übertragen, hieß es.

Die Kanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek empfiehlt allen Aktiengesellschaften „dringend“ die Verschiebung ihrer Hauptversammlungen. Aktionärstreffen sollten aktuell gar nicht erst nicht einberufen werden, „um nicht nur die Gesundheit der Aktionäre und Mitarbeiter zu schützen, sondern auch um unnötigen Aufwand zu vermeiden“. Um Kosten zu vermeiden, könnte „sogar eine Pflicht zur Verschiebung im Einzelfall bestehen“, meinen die Juristen.

In einigen Großstädten wie Berlin, Hamburg oder Frankfurt seien bereits behördliche Maßnahmen in Kraft getreten, nach denen Hauptversammlungen gar nicht oder ab einer bestimmten Größe nicht durchgeführt werden können. „Wir gehen davon aus, dass dies kurzfristig flächendeckend gelten wird.“

Die Kanzlei weist noch einmal darauf hin, dass rechtlich eine Verschiebung bis zum Ablauf von acht Monaten nach Geschäftsjahresende möglich ist. Aber „selbst bei einer notwendigen längeren Verschiebung wird man in diesem Fall praktisch keine Nachteile zu befürchten haben“.

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