Lieferengpässe: Warum die Chipkrise für den Unternehmer Rolf Segger die Chance seines Lebens ist
Mit der Software von Segger können Unternehmen von einem auf den anderen Chiplieferanten wechseln, ohne dass die Kunden das merken.
Foto: HandelsblattMünchen. Es war noch nie eine gute Idee, sich auf nur einen Lieferanten zu verlassen. Dieses Jahr aber wird dies vielen Firmen zum Verhängnis. Denn weltweit fehlen die Chips. Viele Abnehmer können indes nur mit großem Aufwand von einem Halbleiterhersteller zum anderen wechseln, falls ihr gewohnter Partner mit den Bestellungen nicht nachkommt.
Für den Unternehmer Rolf Segger, 55, ist das eine riesige Chance. Der Gründer und Eigentümer der Segger Microcontroller GmbH bietet eine Software an, mit der die Nutzer Chips der unterschiedlichsten Hersteller in ihre Geräte einbauen können. „Damit befreien sich unsere Kunden aus der Abhängigkeit ihrer Lieferanten“, sagt Segger.
Der Mittelständler aus Monheim am Rhein verkauft ein Betriebssystem für Chips. Es läuft unabhängig vom Produzenten der Bauelemente. Einziger Nachteil: Die Kunden müssen dafür bezahlen. Deshalb haben sich viele Firmen bislang für die kostenlosen Programme der Halbleiterkonzerne entschieden, von Konzernen wie Infineon, NXP oder ST Microelectronics. Dafür aber mussten sie sich an einen Lieferanten binden.