Softwarekonzern: Was der Börsengang von Qualtrics über die neue Strategie des SAP-Chefs verrät
Der Börsengang deutet zumindest auf eine teilweise Abkehr von der McDermott-Strategie hin.
Foto: BloombergDüsseldorf. Um 23.06 Uhr in der Nacht auf Montag gab Europas größtes Softwareunternehmen SAP seinen Aktionären und der Öffentlichkeit einen Ausblick auf die neue Strategie des Dax-Konzerns. Per Ad-hoc-Mitteilung informierten die Walldorfer, dass sie ihre Tochter Qualtrics an die Börse bringen wollen.
Hinter der überraschenden Ankündigung steht der neue SAP-Chef Christian Klein. Um 6.15 Uhr am Montagmorgen erläuterte er Journalisten seine Motivation, während er die Zahlen für das zweite Quartal vorstellte. Als er vor drei Monaten zum alleinigen CEO aufgestiegen sei, habe er das Gespräch mit Qualtrics-Gründer Ryan Smith gesucht. Die beiden seien sich schnell einig geworden, dass ein Börsengang der richtige Schritt sei. „Dabei gibt es absolut keine Nachteile. Beide Seiten profitieren“, sagte Klein.
Qualtrics ist spezialisiert auf Lösungen für Online-Marktforschung. Unternehmen können damit ermitteln, wie zufrieden ihre Kunden und Mitarbeiter sind oder wie ihre Marken und Produkte wahrgenommen werden, im besten Fall in Echtzeit. Dabei werten sie Umfragen, Äußerungen in den sozialen Medien und Kundenfeedback aus.