Soziales Netzwerk: Tiktok wehrt sich gegen EU-Einstufung als „Torwächter“
Kurz vor Ablauf der Frist am Donnerstag schloss sich die Kurzvideo-Plattform dem Einspruch der Facebook-Mutter Meta gegen die Einstufung als „Torwächter“ an.
Foto: ReutersFrankfurt. Tiktok wehrt sich gegen eine verschärfte Regulierung durch die Europäische Union (EU). Kurz vor Ablauf der Frist am Donnerstag schloss sich die Kurzvideo-Plattform dem Einspruch der Facebook-Mutter Meta gegen die Einstufung als „Torwächter“ an.
Unter diesem Begriff fasst die EU Internetfirmen ab einer bestimmten Größe zusammen, die dann im Rahmen des Digital Markets Act (DMA) verschärfte Auflagen erfüllen müssen.
„Unser Einspruch basiert auf der Überzeugung, dass unsere Benennung das erklärte Ziel der DMA untergräbt, indem sie tatsächliche Torwächter vor Herausforderern wie Tiktok schützt“, teilte die für ihre Tanzvideos bekannte und vor allem bei Jugendlichen beliebte Plattform mit.
Außerdem bleibe der Europa-Umsatz unter der im DMA definierten Schwelle von 7,5 Milliarden Euro jährlich. Für das Kriterium des Unternehmenswertes werde derjenige des Mutterkonzerns Bytedance herangezogen, der aber in Europa operativ gar nicht tätig sei.
Immer mehr Amerikaner benutzen Tiktok für Nachrichtenkonsum
Bei einem Aktienrückkauf wurde Bytedance unlängst mit etwa 223,5 Milliarden Dollar bewertet.
Einer am Mittwoch veröffentlichten repräsentativen US-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Pew zufolge verdoppelte sich die Quote derjenigen Tiktok-Nutzer, die diesen Dienst regelmäßig als Nachrichtenquelle nutzen, auf zuletzt 43 Prozent.