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Target Partners Deutscher Tech-Investor Kurt Müller auf dem Rückzug

Der Tech-Investor bricht das Geldsammeln für den vierten Fonds ab. Grund: Gründungspartner Kurt Müller will spätestens in acht Jahren in Rente gehen.
07.09.2020 - 16:56 Uhr Kommentieren
Der Investor will keinen weiteren Risikokapitalfonds mit seinem Münchener Geldgeber Target Partners auflegen.
Kurt Müller

Der Investor will keinen weiteren Risikokapitalfonds mit seinem Münchener Geldgeber Target Partners auflegen.

Hamburg Ein bekannter deutscher Tech-Investor bereitet seinen Rückzug an: Kurt Müller will keinen weiteren Risikokapitalfonds mit seinem Münchener Geldgeber Target Partners auflegen. „Ich werde kommendes Jahr 65 Jahre alt. Mit einem neuen Fonds wäre ich für die nächsten zehn bis zwölf Jahre festgelegt“, sagte er dem Handelsblatt. „Für mich ist das zu lang. Daher stehe ich für einen neuen Fonds nicht zur Verfügung.“

Letzter Auslöser für die Entscheidung war die Coronakrise: Dadurch hätte sich ein neuer, vierter Fonds nach Einschätzung von Müller um bis zu zwölf Monate verzögert. Daher habe Target Partners das Geldsammeln trotz erster Zusagen in Höhe von 21 Millionen Euro abgebrochen.

Target Partners investiert in junge Technologiefirmen im deutschsprachigen Raum. Dazu gehören etwa Start-ups für IT-Sicherheit, Online-Werbung oder Klimatechnik. Bislang hat Target Partners drei Fonds aufgelegt, den jüngsten 2014 mit knapp 70 Millionen Euro.

Die 22 bestehenden Investments würden die vier Partner weiter begleiten, sagte Müller. Dafür habe Target Partners im Frühjahr einen 30 Millionen Euro schweren Fonds geschlossen, der Geld in die Portfolio-Unternehmen nachschießen kann. Geldgeber sind neben dem European Investment Fonds auch die vier Target-Partner selbst. Zudem seien letzte Neuinvestitionen möglich. „Wir konzentrieren uns aber auf unser bestehendes Portfolio“, sagte Müller. Seit 2017 habe sich die Bewertung verdreifacht, die Bestandsunternehmen hätten seitdem 380 Millionen Euro Kapital eingeworben.

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    Das Team in München hat Müller bereits verkleinert. „Die jüngeren Kollegen begeistern sich sehr für die Frühphase und sind in verantwortungsvolle Positionen zu uns gut verbundenen Unternehmen gewechselt. Durch den Fokus aufs Bestandsportfolio haben wir diese Stellen zunächst nicht neu besetzt“, sagte er. Zwei Stellen seien betroffen. Target Partners besteht neben Müller nun im Wesentlichen aus den vier Partnern, dem 57-jährigen Berthold von Freyberg, dem 65-jährigen Waldemar Jantz und dem 39-jährigen Michael Münnix.

    Kurt Müller war vor seinen inzwischen 21 Jahren als Investor selbst unternehmerisch aktiv. 1986 gründete er das Unternehmen Dataware Technologies, das 1993 an die Technologiebörse Nasdaq ging und 2001 sein Geschäft eingestellt hat.

    Mehr: Abhängigkeit von ausländischen Geldgebern wird zum Problem

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