Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Tech-Konzern Google verschiebt Aus für Werbe-Cookies in Chrome auf Ende 2023

Google lässt seine Unterstützung für Drittanbieter-Cookies erst Ende 2023 auslaufen – und gibt so Verlagen und der Werbewirtschaft mehr Zeit für die Umstellung.
24.06.2021 Update: 24.06.2021 - 17:41 Uhr Kommentieren
Google will das sogenannte Tracking in Chrome künftig unterbinden. Quelle: Reuters
Google-Store in New York City

Google will das sogenannte Tracking in Chrome künftig unterbinden.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Mit der Ankündigung neuer Regeln für die Onlinewerbung hatte Google Marketingagenturen und Internetanbieter in Aufregung versetzt – nun will sich die Sparte des Alphabet-Konzerns bei der Einführung mehr Zeit lassen. Man werde eine Technologie, die das Verhalten einzelner Nutzer analysiere, erst ab Ende 2023 nicht mehr im Chrome-Browser unterstützen, hieß es am Donnerstag in einem Blogeintrag. Die Suche nach der richtigen Lösung benötige mehr Zeit. Ursprünglich sollte der Schritt bereits Anfang 2022 erfolgen.

Konkret geht es um Cookies von Drittanbietern, die Nutzer über mehrere Webseiten hinweg identifizieren und so zielgerichtete Werbung ermöglichen – die Dateien werden auf dem Gerät der Nutzer gespeichert. Datenschützer bewerten dieses Prozedere kritisch, da umfangreiche Profile mit sensiblen Daten entstehen.

Google will das sogenannte Tracking in Chrome künftig unterbinden. Die Entscheidung hat Gewicht: Mit einem Marktanteil von rund 65 Prozent weltweit handelt es sich um den mit Abstand beliebtesten Browser.

Die Initiative für die Abschaffung des Trackings verzeichne zwar einen „beachtlichen Fortschritt“, es brauche aber „ausreichend Zeit für eine öffentliche Diskussion über die richtigen Lösungen“, erklärte Google. Einerseits können Verlage und die Werbewirtschaft Alternativen entwickeln – diese fürchten Umsatzeinbußen, wenn sie nicht mehr zielgerichtete Anzeigen schalten können. Andererseits benötigt der Konzern selbst Zeit für den Austausch mit Regulierungsbehörden.

Google folgt mit diesem Plan der Konkurrenz: Apple und Mozilla blockieren Cookies von Drittanbietern bereits seit einiger Zeit standardmäßig. Was Datenschützer im Grundsatz befürworten, sehen Kartellwächter indes kritisch. Die EU-Kommission hat am Mittwoch angekündigt, dass sie in einer umfangreichen Untersuchung des Werbegeschäfts unter anderem prüfen will, wie sich das Verbot von Drittanbieter-Cookies auf den Wettbewerb auswirkt.

Mehr: Siemens, Otto oder Renault: Google-Topmanager erklärt, wie die Cloud das Geschäft von Konzernen verändert

Startseite
Mehr zu: Tech-Konzern - Google verschiebt Aus für Werbe-Cookies in Chrome auf Ende 2023
0 Kommentare zu "Tech-Konzern: Google verschiebt Aus für Werbe-Cookies in Chrome auf Ende 2023"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%