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Top-Start-ups In diese europäischen Firmen investieren die führenden Risikokapitalgeber

Die ersten Finanziers von Google, Facebook und Co. werden zunehmend in Europa tätig. Eine Auswahl ihrer europäischen Zukunftswetten.
13.01.2021 - 08:41 Uhr Kommentieren
Alexander Rinke (l.), Bastian Nominacher (M.) und Martin Klenk fanden in Deutschland keinen Risikokapitalgeber. Dann stieg der Facebook-Investor Accel ein. Nun zählt Celonis zu den wertvollsten deutschen Start-ups. Quelle: Deutscher Zukunftspreis
Celonis-Gründer

Alexander Rinke (l.), Bastian Nominacher (M.) und Martin Klenk fanden in Deutschland keinen Risikokapitalgeber. Dann stieg der Facebook-Investor Accel ein. Nun zählt Celonis zu den wertvollsten deutschen Start-ups.

(Foto: Deutscher Zukunftspreis)

Düsseldorf Die renommiertesten Start-up-Investoren der USA engagieren sich immer stärker in Europa. Eine nähere Untersuchung zeigt: Fast jedes europäische Top-Start-up hat spätestens ab der sogenannten Series B, also der zweiten institutionellen Finanzierungsrunde, einen der führenden US-Risikokapitalgeber in seinem Investorenkreis. Eine Auswahl:

UiPath: Prozesse automatisieren

Als erstes Start-up Europas wurde UiPath aus Rumänien im Juli 2020 zu einem „Decacorn“, also mit mehr als zehn Milliarden Dollar bewertet. Gründer Daniel Dines automatisiert mit Softwarerobotern digitale betriebliche Prozesse, etwa in der Rechnungsstellung.

Luciana Lixandru, heute Sequoia-Partnerin, ging 2018 in der Series B noch für US-Investor Accel in den Beirat ein. Beim erwarteten Börsengang 2021 werden auch Kleiner Perkins und Sequoia verdienen.

N26: Kontoführung per Smartphone

Das mit 3,5 Milliarden Dollar am höchsten bewertete deutsche Start-up hat sich auf Kontoführung per Smartphone spezialisiert. In der Series A 2015 stieg der Valar-Fonds von Paypal-Gründer Peter Thiel ein, später Insight Partners aus New York.

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Standort erkennen

    Das Berliner Fintech von Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal hat laut der Datenbank „Crunchbase“ insgesamt 783 Millionen Dollar eingesammelt. Derzeit will es seine Position auf 24 europäischen Märkten und in den USA ausbauen.

    Celonis: Prozesse berechenbar machen

    Dieses 2011 gegründete Einhorn haben deutsche Investoren unterschätzt: Die Münchener Gründer Alexander Rinke, Bastian Nominacher und Martin Klenk erheben für Konzerne wie Lufthansa und Siemens Daten ihrer Betriebsprozesse und helfen, diese effizienter zu machen.

    Doch in Deutschland fanden sie zunächst keine Geldgeber. 2016 stieg der frühe Facebook-Investor Accel ein und investierte mit 83North aus London direkt 27,5 Millionen Dollar. Aktuelle Bewertung: etwa 2,8 Milliarden Dollar.

    Rasa: Chatbots entwickeln

    Das Berliner Start-up hilft Firmen mit einer Open-Source-Plattform für Künstliche Intelligenz, Chatbots zu trainieren – etwa im Kundenservice der Ergo-Versicherung. Schon in der Frühphase im April 2019 stieg Accel ein – für die Gründer Alexander Weidauer und Alan Nichol ein Schlüssel zum US-Markt. Ein Jahr später beteiligte sich Andreessen Horowitz an der Series A über 13 Millionen Dollar, bekannt für Beteiligungen an Instagram und Airbnb.

    Evervault: App-Nutzer schützen

    Der irische Gründer Shane Curran entwickelt eine Datenschutzlösung, die Apps von Anfang an sicher machen soll. Seine ersten Geldgeber wissen, worum es geht: Sequoia und Kleiner Perkins haben einst in Google investiert. In der Series A stieg im Mai 2020 auch Facebooks früherer Sicherheitschef Alex Stamos ein, insgesamt soll Evervault laut „Crunchbase“ 19,4 Millionen Dollar bekommen haben.

    N8n: Programmieren für Dummies

    Der Berliner Gründer Jan Oberhauser steht mit N8n noch ganz am Anfang, erregte aber schon viel Aufmerksamkeit: Entwickler lieben seine Software, mit der sich ohne Programmierkenntnisse Webanwendungen miteinander verbinden lassen. Und sein Frühphaseninvestment sicherte er sich 2020 unter anderem von Sequoia, das die Seed-Finanzierung über 1,5 Millionen Dollar anführte.

    Mehr: Datenbasierte Investments: Erkennt KI Milliarden-Start-ups?

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