Künstliche Intelligenz: USA gegen China – Ein KI-Vergleich in fünf Disziplinen
Düsseldorf, Peking. Der Überraschungserfolg des chinesischen Start-ups Deepseek und seine Folgen für die Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) in China ist eines der Themen des diesjährigen Volkskongresses. Laut Regierungsbericht, den Premier Li Qiang verlas, soll die „breite Anwendung großer KI-Modelle“ gefördert werden. Staatsführer Xi Jinping rief dazu auf, technologische Innovationen stärker zu nutzen und Innovationen in der Industrie voranzutreiben.
Dabei ist KI längst mehr als eine Innovation, sie ist ein geopolitischer Faktor. Im technologischen Wettstreit mit den USA steht sie im Zentrum des Konflikts, betonte Paul Triolo, Experte für Chinas Technologiepolitik, jüngst im Gespräch mit dem Handelsblatt.
Auf der Pressekonferenz während des Volkskongresses machte Chinas Chefdiplomat Wang Yi seine Haltung deutlich. Ohne die USA direkt zu nennen, sprach er von „unangebrachter Unterdrückung von außen“. Doch Erfolge wie Deepseek zeigten, so Wang: „Wo es Blockaden gibt, gibt es Durchbrüche; wo es Unterdrückung gibt, entsteht Innovation.“
Bereits 2017 hat Chinas Staatsführung das Ziel vorgegeben, bis 2030 zur führenden KI-Nation aufzusteigen. Lange sah es danach aus, als seien die USA China in der Entwicklung um Jahre voraus. Doch Deepseek hat mit seinem Modell R1 Ende Januar bisherige Gewissheiten infrage gestellt.
Doch wo steht China in der KI-Entwicklung verglichen mit den USA? Ein Vergleich in fünf Disziplinen.