DAKI-FWS: KI-Frühwarnsystem soll Pandemien besser vorhersagen
Gemeinsam mit Partnern entwickelt das Unternehmen Data4Life ein KI-Frühwarnsystem für Naturkatastrophen und Pandemien.
Foto: dpaKöln. Die Coronapandemie überrollte im Jahr 2020 die ganze Welt. New York wurde dabei besonders hart getroffen. Cornelius Remschmidt, Chief Medical Officer bei der gemeinnützigen Potsdamer Firma Data4Life, erinnert sich noch gut an die Bilder, die durch die Medien gingen: Zu Leichenhallen umfunktionierte Kühlwagen vor New Yorker Krankenhäusern. Mit Plastik umwickelte Leichen, die mit Gabelstaplern transportiert werden.
Damit Regierungen und Unternehmen zukünftig besser auf Naturkatastrophen und Pandemien vorbereitet sind, will Remschmidt zusammen mit anderen Forschern ein Daten- und KI-gestütztes Frühwarnsystem zur Stabilisierung der deutschen Wirtschaft (DAKI-FWS) entwickeln. Dafür benötigt er Gesundheitsdaten von den Bürgern, die ab sofort im Rahmen einer digitalen Studie gesammelt werden sollen.
Bund fördert Projekt mit zwölf Millionen Euro
Das Projekt wird im Rahmen des „KI Innovationswettbewerbs“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit etwa zwölf Millionen Euro gefördert. Es startete im Dezember 2021 und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Beteiligt sind neben Data4Life unter anderem das Robert Koch-Institut, das Hasso-Plattner-Institut, die Charité-Universitätsmedizin Berlin und das Berliner Softwareunternehmen Net Check. Die Projektleitung liegt beim Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut mit seiner Abteilung „Künstliche Intelligenz“.