Digitale Pathologie: Vom Mikroskop zum Monitor
Berlin. In einem Trainingszentrum in Köln lässt sich die digitale Transformation der Pathologie praktisch erleben. Ursprünglich vom Kölner Softwareunternehmen „Smart in Media“ als Showroom eröffnet, können sich Ärztinnen und MTAs dort nun dauerhaft an digitale Workflows heranführen lassen.
Denn: „Ein Scanner allein macht noch keine digitale Pathologie“, sagt Falko Fend, ärztlicher Direktor am Institut für Pathologie und Neuropathologie des Universitätsklinikums Tübingen. „Man muss den gesamten Ablauf neu denken – vom Zuschnitt bis zur Befundung.“
Neben eigenen Lösungen zeigt Smart in Media auch Geräte anderer Hersteller und KI-Software von Partnern wie Fraunhofer. Das kommt gut an: Im Pilotjahr hatte das Trainingszentrum mehr als 250 Besucherinnen und Besucher.
So funktioniert das Training für Pathologie
Wer bei „Pathologie“ vielleicht an „Tatort“-Folgen oder Leichenschau denkt, liegt falsch. Tatsächlich haben Pathologinnen und Pathologen mehr mit Lebenden als mit Verstorbenen zu tun – wenn auch nicht im direkten Kontakt. Sie analysieren Gewebeproben von Patientinnen und Patienten, erkennen Tumore und bestimmen deren Eigenschaften. Damit liefert die Pathologie die Grundlage für individuelle Behandlungsstrategien – insbesondere in der Onkologie.