Endometriose: Neue Tools für eine schnellere Diagnose
Berlin. Weltweit sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) etwa 190 Millionen Frauen von Endometriose betroffen. Diese chronische Erkrankung verursacht starke Schmerzen, schwere Blutungen und kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
Allerdings dauert es im Schnitt bis zu zwölf Jahre, bis die Diagnose gestellt wird. Das Bewusstsein für diese Krankheit hat zugenommen, und Forschungs- und Entwicklungsprojekte zielen darauf ab, die Diagnose zu beschleunigen.
Zwei Projekte zeigen, in welche Richtung die Entwicklung geht: Das Schweizer Start-up Scanvio Medical setzt auf KI-gestützte Ultraschalldiagnostik, die verdächtige Läsionen in Echtzeit erkennt. Die Berliner Charité wiederum testet ein Vorsorgeprogramm für junge Frauen, um die Erkrankung früher zu entdecken.
So nutzt Scanvio Medical KI bei Endometriose
Das im Mai 2024 gegründete Schweizer Start-up Scanvio Medical will die Ultraschalldiagnostik bei Endometriose verbessern. Die Software, die derzeit von internationalen Ultraschallexperten für Endometriose trainiert wird, analysiert in Echtzeit das Ultraschallvideo und gibt Ärztinnen und Ärzten Hinweise auf Pathologien.
Das laufe „so, wie das ein Gynäkologe mit jahrelanger Erfahrung und Spezialisierung auf diesem Gebiet tun würde“, erklärt Stefan Tuchschmid, CEO und Gründer von Scanvio Medical.