Fachgesellschaft: „Deutsche Gesellschaft für Digitale Medizin“ gründet sich
Der Mediziner ist Gründungsvorsitzender der Fachgesellschaft.
Foto: DGDMDüsseldorf. Schnell wird es emotional, wenn es um das Thema digitale Medizin geht. Das sieht auch Filippo Martino so. Der promovierte Mediziner sieht sich deshalb in der Pflicht, dagegen etwas zu tun. „Wir möchten dem mit Evidenz und Wissenschaft begegnen“, sagt er.
Gelingen soll das mit der neu gegründeten „Deutschen Gesellschaft für Digitale Medizin“ (DGDM), dessen erster Vorsitzender Martino ist. Seit vergangenem Donnerstag nimmt die gemeinnützige Gesellschaft mit Sitz in Berlin Mitglieder auf. Erste Anträge seien schon eingegangen, berichtet der Vorsitzende. Die Eintragung in das Vereinsregister steht noch aus.
Zwar besteht der Gründungsvorstand aus vier Ärzten, doch die Vision der Fachgesellschaft ist eine andere als die der Etablierten. „Viele medizinische Fachgesellschaften leisten bereits sehr gute Arbeit im Bereich der Digitalisierung – aber häufig natürlich aus der Perspektive ihres eigenen Fachbereichs. Digitalisierung enthält jedoch viele interdisziplinäre und fachübergreifende Aspekte. Und diese fehlende Klammer wollen wir bilden“, sagt Martino.
Ordentliche Mitglieder der Fachgesellschaft können daher neben Ärzten auch Wissenschaftler werden, so steht es in der bereits beschlossenen Satzung der DGDM.