Health Tracking mit Smartwatch und Co.: Wearable-Daten für DiGA
Forschungsansätze, bei denen Wearables präventiv bei Panikattacken unterstützen, sieht der Psychiater und Psychotherapeut Peter Zwanzger noch kritisch.
Foto: BloombergMünchen. Wearables kennt man bisher vor allem im Zusammenhang mit Fitness-Trackern und Smartwatches. Die erfassten Daten werden inzwischen auch in Verbindung mit digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) verwendet. Zudem gibt es, neben dem Fokus auf physische Gesundheit, erste Forschungen, die die Auswertung von Wearable-Daten für die mentale Gesundheit untersuchen.
Hier stehe man aber noch ganz am Anfang, erklärte Peter Zwanzger, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde gegenüber Handelsblatt Inside.
Wearables mit DiGA verbunden
Wearables sind Computersysteme, die am Körper getragen werden und bestimmte Daten des Trägers oder der Trägerin messen. Beispielsweise können Smartwatches Daten über Schlafrhythmus, Herzfrequenz oder Mobilität sammeln und daraus Verhaltenstipps ableiten.
Der US-amerikanische Navigation- und Sportuhren-Anbieter Garmin gehört beispielsweise zu den Unternehmen, die Anbindungen an deutsche DiGA anbietet. Gegenüber Handelsblatt Inside verwies der Business Development Manager von Garmin Health, Leon Brudy, unter anderem auf die Adipositas-DiGA Oviva Direkt von Oviva, die Anbindungen an Garmin Wearables anbieten würde.
Adipositas-DiGA mit Apple- und Google-Produkten
Auf Handelsblatt Inside-Anfrage erläuterte das Unternehmen Oviva: „Oviva Direkt für Adipositas hat keine direkte Anbindung an Garmin oder dessen Wearables. Allerdings bieten wir die Möglichkeit, Gesundheitsdaten von Wearables über die Aggregatoren Apple Health (für iOS-Nutzer) und Google Fit (für Android-Nutzer) zu integrieren.“ Dabei könnten Patientinnen und Patienten aber selbst entscheiden, welche Wearable-Daten sie über diese Plattformen mit der Oviva Direkt App teilen möchten.