Max Tischler: Ein Arzt als digitalaffiner Innovationstreiber
Dortmund. Geht nicht gibbet nich. Wenn sich der gebürtige Dortmunder Max Tischler etwas in den Kopf setzt, bleibt er hartnäckig. Schon als Schüler war dem Sohn einer Gynäkologin und eines Hausarztes klar, dass auch er Arzt werden möchte.
Als der Notendurchschnitt in der 9. Klasse von zwei auf drei rutscht, verzichtet Tischler auf Freizeitspaß und paukt seinen Notendurchschnitt wieder nach oben. Vier Jahre später klappte es mit einem überdurchschnittlich guten Abitur (1,8) und dem Medizinstudienplatz in Gießen.
Ähnlich akribisch wie damals den guten Notenspiegel verfolgt der heute 32-Jährige ein anderes Ziel: die Digitalisierung in der Medizin voranzutreiben. Ein Schlüsselerlebnis hatte er als Medizinstudent während eines Ausbildungsabschnitts in der Schweiz im Jahr 2013.
In einem kleinen Krankenhaus im Bezirk Laufen konnte er sich mit einer Chipkarte in jeden Computer im Krankenhaus ein- und ausloggen und immer das gleiche Dokument bearbeiten. Tischler begriff, wie viel Zeit man als Arzt mit geschickt eingesetzter Digitaltechnik sparen kann und erinnert sich noch heute an diesen Satz aus der Schweiz: „Hier wird jede Dankespostkarte an den Chefarzt digitalisiert, und er erhält sie per Mail“.