Osteoporose-Früherkennung: Künstliche Intelligenz soll Knochenschwund diagnostizieren
Osteoporose trifft viele Menschen, doch die Erkrankung wird oft erst spät diagnostiziert.
Foto: Hero Images/Getty ImagesKöln. Osteoporose ist eine Volkskrankheit: Schätzungen zufolge 30 Millionen Menschen in der EU leiden an Knochenschwund. Eine Ernährungsumstellung sowie Medikamente können ihn bremsen – doch oft wird die Erkrankung erst nach mehreren Fragilitätsbrüchen diagnostiziert. Mit einer besseren Früherkennung ließe sich nicht nur individuelles Leid verhindern. „Volkswirtschaftliche Folgekosten in Milliardenhöhe sind vermeidbar“, sagt Julia Eschenbrenner, Geschäftsführerin von Porous.
Das aus der Charité ausgegründete Start-up mit Sitz in Potsdam will Osteoporose akustisch entlarven – per Ultraschall. Dazu wird das Gerät über ein Schienbein geführt. Aus dem Spektrum der rückgestrahlten Schallwellen werden mikrostrukturelle Eigenschaften der Knochenrinde wie die Porengröße und die Dicke berechnet. „Dahinter stehen Algorithmen, die große Datenmengen auswerten“, sagt Eschenbrenner.
Mit demselben Ziel, aber technisch anderen Ansätzen arbeiten sich weitere Start-ups voran. Bonescreen zum Beispiel, ein Spin-off der Technischen Universität München, wertet mit Künstlicher Intelligenz Computertomographien der Wirbelsäule aus. Berechnet wird die Knochendichte, die Rückschlüsse auf Osteoporose und ihre Vorstufen zulässt. „Einfärbungen auf den CT-Bildern zeigen den Ärzten an, welche Regionen besonders gefährdet sind“, sagt Mitgründer Dominik Maurer.