Plattform: GE Healthcare entwickelt Edison weiter
Mehr als 200 Softwareanwendungen sind bereits auf der GE Plattform Edison implementiert.
Foto: BloombergKöln. Der Medizintechnikkonzern GE Healthcare will nach seiner Abspaltung vom Mutterkonzern GE Anfang des Jahres kräftig wachsen und seine Position auch in Deutschland und Europa ausbauen. Dabei legt der Rivale von Siemens Healthineers den Fokus auf die großen Therapiegebiete Kardiologie und Onkologie, wie Rob Walton, verantwortlich für die Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika im Gespräch mit Handelsblatt Inside sagte. In beiden Therapiebereichen gibt es einen hohen Behandlungsbedarf.
Weltweit zählen Herzerkrankungen und Krebs zu den häufigsten Todesursachen, in Deutschland sind sie zusammengerechnet für mehr als die Hälfte der Todesfälle verantwortlich. Wettbewerber Siemens Healthineers hatte sich 2020 im Bereich Onkologie mit dem Kauf des US-Krebsspezialisten Varian für mehr als 16 Milliarden Dollar verstärkt.
GE Healthcare bietet Produkte und Services in den Bereichen Bildgebende Diagnostik wie MRT, CT und Ultraschall sowie Gesundheits-IT und auch pharmazeutische Diagnostik an. Diese Leistungen will das Unternehmen möglichst integriert anbieten. „Wir sehen, dass immer mehr Lösungen gefragt sind, die den gesamten Behandlungspfad eines Patienten abdecken“, sagt Walton. Diesem Bedarf will das Unternehmen mit dem Ausbau seines Angebots an Anwendungen auf der Informationsplattform Edison entsprechen. Auf der Digital-Health-Plattform können die Daten, die im Krankenhaus aus verschiedenen Quellen generiert werden, zusammengeführt werden.