Radiologie: Vara.ai eröffnet KI-Praxen in Mexiko
Um die Röntgenbilder einer Brust auszuwerten, wird zunehmend unterstützend Künstliche Intelligenz eingesetzt.
Foto: dpaDüsseldorf. Das Berliner Start-up Vara.ai möchte seine Software für die Früherkennung von Brustkrebs in Mexiko etablieren und tut sich dafür mit dem argentinischen Unternehmen Mamotest zusammen. Das junge Unternehmen betreibt eigenen Aussagen zufolge 13 Screening-Zentren in Argentinien.
Vara.ai und Mamotest wollen mit ihrem neuen Geschäftsmodell eine Versorgungslücke schließen. Laut der International Agency for Research on Cancer sind im Jahr 2020 106.000 Frauen in Südamerika und 157.000 Frauen in Europa an Brustkrebs gestorben. Anders als in Deutschland wird Frauen in Mexiko allerdings ab einem Alter von 50 Jahren kein regelmäßiges Brustscreening bezahlt. Eine Studie im Journal of Global Oncology zeigt, dass Brustkrebs in Mexiko zu den Krebsarten mit den höchsten Todeszahlen zählt – und an Krebs sterben dort die meisten Menschen.
Die hohe Nachfrage nach Technologien für die Früherkennung von Krebs spiegelt sich an den Märkten wider. Denn der KI-Markt in diesem Segment wächst rasant. Analysten des französischen Marktforschungsunternehmens Yole Développement schätzen, dass im Jahr 2025 der gesamte Verkauf durch KI 2,6 Milliarden Euro (2,9 Milliarden US-Dollar) bei einem durchschnittlichen Marktwachstum von 36 Prozent erreichen wird. Dieser Markt setzt sich aus sechs Anwendungen zusammen, wovon das sogenannte Screening eine ist.