Risklick: Mit KI klinische Studien beschleunigen
Poorya Amini, Co-Gründer und CEO von Risklick.
Foto: PrivatFrankfurt. Ein neues Medikament zu entwickeln, kostet heute im Durchschnitt mehr als zwei Milliarden Euro und dauert etwa zehn Jahre. Der größte Teil der Zeit, nämlich acht Jahre, und mehr als die Hälfte der Kosten entfallen dabei auf die klinischen Studien, die Erprobung der neuen Therapie am Menschen.
Diesen Prozess will das Schweizer Start-up Risklick beschleunigen, in dem das zentrale Element – das Protokoll der klinischen Studien – künftig mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz schneller und auch besser erstellt wird. Um bis zu 35 Prozent will Poorya Amini, Co-Gründer und CEO des Schweizer Start-ups, mit der gerade vorgestellten Software Protocol AI die Entwicklungszeit und die Kosten klinischer Studien reduzieren.
Das Protokoll ist für eine klinische Studie zentral. Es zeigt auf, welches Ziel die Studie hat, den medizinischen Hintergrund und den Stand des Wissens bezüglich der zu untersuchenden Fragestellungen. Das Dokument beschreibt das Studiendesign, welche Patientengruppen wann, wie und mit welcher Dosierung behandelt werden sollen und gibt auch Informationen, wie etwa mit Nebenwirkungen umgegangen werden soll.