Studie: Digitale Therapie lindert Angst vor einem Krebs-Rückfall
Berlin. Viele Menschen, die eine Krebserkrankung überstanden haben, leben noch Jahre später mit einer großen Sorge: Was, wenn der Krebs zurückkommt? Diese Angst vor einem Rückfall („Fear of Cancer Recurrence“, FCR) ist weitverbreitet und kann Schlaf, Stimmung und Lebensqualität stark beeinträchtigen.
Eine Studie im Fachjournal „Jama Network Open“ zeigt: Ein strukturiertes Online-Therapieprogramm kann diese Angst deutlich lindern.
Für die Studie untersuchten Forschende aus Dänemark und Australien knapp 100 Langzeit-Überlebende von Darmkrebs, bei denen die Rückfallangst klinisch relevant war. Das ist der Fall, wenn die Angst so stark ausgeprägt ist, dass sie über gelegentliche Sorgen hinausgeht und das psychische Wohlbefinden oder den Alltag spürbar beeinträchtigt.
Fragebogen macht Angst in Punkten messbar
Gemessen wird dies mithilfe eines speziellen Fragebogens, des sogenannten Fear of Cancer Recurrence Inventory (FCRI). Er kommt insbesondere in der Forschung oder in spezialisierten onkologischen oder psychotherapeutischen Einrichtungen zum Einsatz.
Die Vollversion umfasst 42 alltagsnahe Fragen, zum Beispiel, wie häufig die Betroffenen an einen möglichen Rückfall denken oder wie schwer es ihnen fällt, diese Gedanken zu kontrollieren. Erreichen sie dabei einen Wert von mindestens 13 Punkten, gilt die Rückfallangst als klinisch relevant.