Siemens Healthineers: Plattform-Ausbau durch neue Studienergebnisse
Das Medizintechnikunternehmen will sein Plattform-Angebot ausbauen, erster Schritt ist eine in Auftrag gegebene Studie.
Foto: dpaDüsseldorf. „Proprietäre Lösungen waren gestern“, sagt Thilo Mahr. Er beschäftigt sich bei Siemens Healthineers mit Marktprognosen und Potenzialen in der DACH-Region. Damit meint er geschlossene IT-Systeme für das Gesundheitswesen. Auf der Plattform der Zukunft tauschen sich verschiedene Ärzte, Patienten und Krankenkassen aus. Welcher Anbieter dahintersteckt, soll für Patienten künftig keine Rolle mehr spielen.
Mahr vergleicht diese Idee mit einem Mobilfunknetzbetreiber: „Kein Mensch macht sich heute vor einem Telefonat Gedanken darüber, welchen Provider er oder sie anruft“, erklärt er. Um dieses Ziel zu erreichen, hat Siemens Healthineers eine Studie an den Strategieberatungen Fbeta und Flying Health aus Berlin in Auftrag gegeben. Flying Health unterstützt Siemens Healthineers bereits bei Partnerschaften mit Start-ups.
Die Studienergebnisse liegen Handelsblatt Inside vor und zeigen auf, welche Plattform-Typen es bereits gibt, welche Wertschöpfungspotenziale sie haben. „Bislang gibt es kein ausreichend gemeinsames Verständnis von Plattformen im Gesundheitswesen“, sagt Mahr.
Transaktion als Erfolgsfaktor für Plattformen
100 Plattformen und 28 Angebote wurden in der Studie über eine spezielle Befragung analysiert. Um verschiedene Typen einzugrenzen, wird ermittelt, welche Akteure, Systeme und Komponenten sie miteinander verbinden können. Eine Entwicklungs- und Produktplattform stellt zum Beispiel ein Set an technischen Komponenten zusammen, aus denen wiederum Dienste und Produkte gebaut werden können.