TK: Zahl der Videosprechstunden steigt
Berlin. Die Nutzung von Videosprechstunden nimmt wieder zu: 2024 haben laut Techniker Krankenkasse (TK) etwa 711.000 digitale Behandlungen stattgefunden. Das war ein Anstieg um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr; 2023 fanden 576.000 Videosprechstunden statt. Damit endet der rückläufige Trend der Vorjahre.
Besonders häufig fanden Videosprechstunden laut TK in der Allgemeinmedizin (30 Prozent) und Psychotherapie (29 Prozent) statt. Auch hausärztliche innere Medizin (15 Prozent) sowie Kinder- und Jugendpsychotherapie, Orthopädie, Gynäkologie und HNO gehören zu den Fachgruppen, die ihre Patientinnen und Patienten digital behandelt haben.
Die Menschen in Deutschland seien Online-Behandlungen gegenüber aufgeschlossen, heißt es seitens der TK. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse würden 68 Prozent der Menschen in Deutschland ein Arztgespräch per Video führen.
In ihrer Mitteilung fordert die TK außerdem eine digitale Ersteinschätzung vor Terminvergabe – egal ob in einer Arztpraxis oder für eine Online-Sprechstunde. So könnten Patientinnen und Patienten gezielt zu der Versorgung gelangen, die sie benötigen.
Zu dem Trend passt eine Änderung für Angebote der Telemedizin: Ärztinnen und Ärzte dürfen nun bis zu 50 Prozent ihrer Patientinnen und Patienten per Videosprechstunde behandeln – unabhängig davon, ob sie ihnen bekannt oder unbekannt sind. Das hat der Bewertungsausschuss beschlossen. Die Regelung gilt rückwirkend ab dem 1. April 2025. Die Obergrenze für Videosprechstunden mit unbekannten Patientinnen und Patienten lag zuvor bei 30 Prozent.