Zava: Telemediziner stellt elektronische AU für Kassenpatienten aus
Ärzte dürfen den Schein nach einer Videosprechstunde austellen.
Foto: dpaKöln. Für den Hausarzt Claudio Del Prete ist die Videosprechstunde längst in den Arbeitsalltag integriert. Hierfür hat er sich täglich Zeitfenster reserviert. Rund zehn Prozent seines Umsatzes macht er mit der Teleberatung, schätzt er. In der Regel stellt Del Petre in jeder Sitzung ein Rezept oder eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aus, unabhängig davon, ob er Patienten in seiner Praxis behandelt oder am Bildschirm berät.
Bislang konnte er über die Videosprechstunde allerdings nur private Krankenscheine ausstellen. Diese können Patienten zwar bei ihrem Arbeitgeber einreichen, die gesetzliche Krankenkasse akzeptiert sie jedoch nicht. Zudem steht auf dem privaten Krankenschein nicht der Name der Krankenkasse. Dies führt zu umständlichen Nachfragen vom Arbeitgeber. Seit vergangener Woche ermöglicht der Hamburger Telemedizinanbieter Zava nun die Ausstellung von elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (eAU) für Kassenpatienten.
Mit einem Klick landet die elektronische Krankschreibung in der Zava-App
Del Prete hat mit der Zava-Software bereits die ersten eAU verschickt. „Die Ausstellung ist einfach“, sagt er. „Ich erstelle ein Dokument, das ich digital signiere. Mit einem Klick landet es im Postfach der Zava-App des Patienten.“ Gleichzeitig würde es an die Kasse übermittelt.