Künstliche Intelligenz: Medizinische Selbstdiagnose – Google bekommt Konkurrenz von KI-Tools
Berlin. Immer mehr Menschen in Deutschland nutzen bei gesundheitlichen Beschwerden digitale Tools wie Google oder ChatGPT, um schnell eine Diagnose oder passende Behandlungsempfehlungen zu erhalten. Das geht aus einer Umfrage der Online-Arztpraxis Zava hervor. Das Umfrageinstitut Censuswide befragte dafür im Juni 1000 Deutsche ab 16 Jahren aus allen Bundesländern.
Zwar gaben die meisten Befragten – nämlich 38,6 Prozent – an, dass sie bei ungewöhnlichen Symptomen am ehesten einen Termin bei ihrem Hausarzt oder ihrer Hausärztin machen würden. Weitere 19,9 Prozent würden zunächst abwarten, ob ihre Beschwerden von allein wieder verschwinden. Die drittgrößte Gruppe – 18,2 Prozent der Befragten – gab jedoch an, dass sie ihre Symptome vor einem Arztbesuch googeln würde. Und 13,9 Prozent fragen ChatGPT oder ähnliche KI-Tools.
Besonders jüngere Altersgruppen setzen auf die digitale Recherche: Fast ein Drittel der 25- bis 34-Jährigen befragen bei Beschwerden zuerst ChatGPT. Ältere Menschen hingegen bevorzugen weiterhin den direkten Weg zum Arzt.
Symptom-Checker-Apps sind hilfreicher
Die digitale Selbstdiagnose ist jedoch mit Vorsicht zu genießen. Forschende der Technischen Universität Berlin haben in zwei Studien die Qualität von KI-gestützten Gesundheitsempfehlungen untersucht – darunter auch die von ChatGPT.