Technologie: Nvidia: So wurde der Chipkonzern zum Elitepartner der deutschen Industrie
Der Nvidia-Chef gewinnt immer mehr große Kunden in Deutschland.
Foto: Bloomberg, NvidiaSanta Clara, München . Beim Fototermin in München Ende Juni scherzten Roland Busch und Jensen Huang erst einmal über ihre Körpergrößen. Der Fotograf tat sich schwer, den hochgewachsenen Siemens-CEO und den deutlich kleineren Nvidia-Gründer vorteilhaft für beide auf ein Bild zu bringen.
Dabei bemühten sich Busch und Huang sichtlich, ihre gerade besiegelte Kooperation als Partnerschaft auf Augenhöhe zu präsentieren. Nicht ganz einfach, denn zumindest an der Börse sind die Kräfteverhältnisse eindeutig: Der Chipspezialist ist rund fünfmal so viel wert wie der Dax-Konzern. Und das, obwohl der Senkrechtstarter aus Kalifornien nicht einmal die Hälfte vom Siemens-Umsatz erzielt.
So wie im Siemens-Hauptquartier am Münchner Wittelsbacherplatz, so geht Huang in immer mehr Konzernzentralen hierzulande ein und aus. Der Milliardär aus dem Silicon Valley schwingt sich zu einem der wichtigsten Lieferanten der deutschen Industrie auf. Ob Bosch, Mercedes oder Siemens: Die Chips des 59-jährigen Elektroingenieurs sollen den Traditionsunternehmen den Weg in die Zukunft ebnen.
Warum ist Nvidia so ein begehrter Partner unter deutschen Konzernen? Was zeichnet die Firma aus, die der Taiwaner Einwanderer Huang binnen drei Jahrzehnten zum wertvollsten Chipkonzern der Welt gemacht hat? Ein Blick ins Nervenzentrum des Unternehmens gibt Aufschluss.