E-Mobilität: Zwei Start-ups wollen Batterie-Recycling zum Milliardengeschäft machen
Angestellte von Redwood schrauben die Blöcke auseinander.
Foto: PRMagdeburg, Zug, New York. Der Rohstoff ist so unscheinbar, wie sein Name rätselhaft klingt: „Schwarze Masse“ nennen Fachleute das gräuliche Pulver, das aus alten Lithium-Ionen-Batterien gewonnen wird. Es enthält sämtliche kritischen Metalle, die bei der Herstellung der Batterie verwendet wurden: Lithium, Nickel, Kobalt, Grafit.
Das Problem: Mit herkömmlichen Recycling-Methoden lässt sich das Lithium nicht so aus der Schwarzen Masse isolieren, dass es für die Produktion neuer Batterien genutzt werden kann. Ausgerechnet der wertvolle Grundstoff des Lithium-Ionen-Akkus verbrennt bei diesen Schmelzverfahren zu einer unbrauchbaren Schlacke.
Doch zwei Start-ups aus Nordamerika wollen das ändern: Li-Cycle aus Kanada und Redwood aus den USA arbeiten an neuen Recyclingmethoden, mit denen sich Lithium-Ionen-Akkus im industriellen Maßstab beinahe vollständig wiederverwerten lassen. Beide Firmen sind auch in Deutschland vertreten.
Zweikampf der Batteriepioniere
Hinter Redwood steht der ehemalige Tesla-Manager JB Straubel. Mit seinem neuen Unternehmen will er kritische Metalle wie Nickel, Kobalt, Lithium und Kupfer aus alten Batterien zurückgewinnen, erklärt der Gründer im Gespräch mit dem Handelsblatt. Redwood strebe künftig einen Recyclinggrad von „vielleicht 95 Prozent“ an, so Straubel – und damit mehr als viele Konkurrenten.